Welt-Hepatitis-Tag 2026: Impfung und Früherkennung schützen

Wiener Gesundheitsverbund setzt auf Aufklärung, Prävention und moderne Therapie

Chronische Virus-Hepatitis-Infektionen zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen für Leberzirrhose und Leberkrebs. Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli macht der Wiener Gesundheitsverbund auf die Bedeutung der Impfung, Früherkennung und Behandlung von Virushepatitis aufmerksam. Da viele Infektionen lange unbemerkt bleiben, sind Aufklärung und Vorsorge entscheidend. Impfungen gegen Hepatitis A und B bieten einen wirksamen Schutz vor einer Infektion.

VIRUSHEPATITIS: 5 FORMEN – UNTERSCHIEDLICHE VERLÄUFE

Unter dem Begriff Virushepatitis werden 5 verschiedene Hepatitis-Erkrankungen (A bis E) zusammengefasst, die eine Entzündung der Leber verursachen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Übertragungswege, ihres Krankheitsverlaufs und ihrer Behandlung. Hepatitis A und E werden überwiegend über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen und verlaufen meist akut. In den meisten Fällen heilen sie ohne bleibende Schäden aus. Gegen Hepatitis A steht eine wirksame Schutzimpfung zur Verfügung. Hepatitis E wird in Europa vor allem durch engen Kontakt mit Wildtieren übertragen und spielt in Österreich nur eine untergeordnete Rolle.

Hepatitis B wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, unter anderem auch beim Geschlechtsverkehr. Die Erkrankung verläuft oft chronisch und kann langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Moderne Medikamente können das Virus dauerhaft unterdrücken und schwere Folgeschäden verhindern, eine vollständige Heilung ist derzeit jedoch nicht möglich. Eine sehr wirksame Schutzimpfung bietet zuverlässigen Schutz.

Hepatitis C wird vor allem durch Blut übertragen. Dank moderner antiviraler Medikamente kann die Erkrankung heute fast immer innerhalb von 8 bis 12 Wochen vollständig geheilt werden. Besonders wichtig ist es, Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B. bei Drogenkonsum) frühzeitig zu erreichen. Die Klinik Ottakring hat deshalb gemeinsam mit der Suchthilfe Wien ein innovatives, niederschwelliges Behandlungskonzept entwickelt. _„Indem wir die Hepatitis-C-Therapie über bestehende Versorgungsstrukturen – etwa im Rahmen der Opioid-Substitution in öffentlichen Apotheken – anbieten, erreichen wir Patient*innen einfacher und können die Behandlung erfolgreich abschließen. Das spiegelt sich in Heilungsraten von über 99 Prozent wider_“, erklärt Michael Gschwantler, Vorstand der Abteilung mit Gastroenterologie und Hepatologie der Klinik Ottakring.

Hepatitis D tritt ausschließlich bei Menschen mit einer Hepatitis-B-Infektion auf und gilt als die schwerste Form der chronischen Virushepatitis. Auch hier stehen mittlerweile wirksame Therapien zur Verfügung, die das Virus unterdrücken. Hepatitis D ist aber nur in seltenen Fällen heilbar. Doch: Wer gegen Hepatitis B geimpft ist, ist gleichzeitig vor Hepatitis D geschützt.

FRÜHERKENNUNG RETTET LEBEN

Da chronische Virus-Hepatitis-Erkrankungen (B, C, D) häufig über viele Jahre keine Beschwerden verursachen, bleiben zahlreiche Infektionen unerkannt. Umso wichtiger sind gezielte Testangebote – insbesondere für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko.

„_Je früher eine Virushepatitis erkannt wird, desto besser können wir Folgeschäden verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen erhalten. Moderne Therapien ermöglichen heute bei Hepatitis C sogar eine vollständige Heilung und bei Hepatitis B und D eine wirksame Kontrolle der Erkrankung_,“ so Gschwantler.

SPEZIALISIERTE HEPATITIS-BEHANDLUNG IM WIENER GESUNDHEITSVERBUND

Die Erstdiagnose einer Virus-Hepatitis-Erkrankung erfolgt meist im niedergelassenen Bereich – etwa bei erhöhten Leberwerten oder einem begründeten Infektionsverdacht. Bestätigt sich die Diagnose, stehen Patient*innen in allen 7 Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes spezialisierte Teams und moderne Therapien zur Verfügung.

„_Awareness ist entscheidend, denn Virushepatitis bleibt oft über viele Jahre unbemerkt. Aufklärung und gezielte Testangebote sind daher der Schlüssel, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und schwere Folgeschäden zu verhindern. Unabhängig davon gilt: Die Impfung gegen Hepatitis A und B schützt zuverlässig vor einer Erkrankung“, so Gschwantler. _

ANGEBOTE ZUR BEHANDLUNG VON VIRUS-HEPATITIS-INFEKTIONEN IM WIENER GESUNDHEITSVERBUND

Klinik Ottakring

Klinik Landstraße

Klinik Favoriten

Klinik Donaustadt

Klinik Floridsdorf

Klinik Hietzing

AKH Wien

Pressesprecherin Wiener Gesundheitsverbund
Mag.a Gabriele Egartner
Telefon:+43 664 8566205
E-Mail: presse@gesundheitsverbund.at

Pressesprecherin Wiener Gesundheitsverbund

Cornelia Sima, MA

Tel.: +43 664 789 535 66

E-Mail: presse@gesundheitsverbund.at

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