Grüne Wien/Berner ad Neubesetzung bei MA11: Echte Qualitätsoffensive statt bloßem Management

Die Grünen Wien begrüßen die Neubesetzung der Abteilungsleitung der MA11 durch Bernhard Mager und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. „Angesichts der schon lange anhaltenden prekären Lage in der Wiener Kinder- und Jugendhilfe gibt es viel zu tun. Es braucht jetzt eine echte Qualitätsoffensive statt einer bloßen Verwaltung“, betont die Familiensprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner.

Die Anzahl der zu betreuenden Gefährdungsmeldungen pro Sozialarbeiter:in ist seit 2020 um knapp 20% stetig gestiegen. Obwohl die Zahl der Gefährdungsabklärungen steigt, ist der Personalstand bei der MA11 gesunken. „Die angespannte Lage der MA11 ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Versäumnisse“, so Berner.
In den Einrichtungen arbeiten Mitarbeiter:innen am Limit, Ruhezeiten werden nicht eingehalten – auch der Stadtrechnungshof kritisierte diese Missstände. In den Krisenzentren zeigt sich das Systemversagen besonders deutlich: Statt acht Kinder werden bis zu 13 betreut. Säuglinge mussten laut Medienberichten sogar bei Mitarbeiter:innen untergebracht werden, weil geeignete Plätze fehlten. „Kinder in akuten Krisen bekommen so nicht den Schutz, den sie brauchen. Und Fachkräfte können nicht die Qualität leisten, für die sie ausgebildet sind. Was es jetzt braucht, sind keine leeren Worte, sondern eine echte Qualitätsoffensive bei der Kinder- und Jugendhilfe“, so Berner.

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