Welt-Lungenkrebstag am 1. August: Wiener Gesundheitsverbund präsentiert erste Erfolge der Lungenkrebs-Früherkennung

Erste Ergebnisse der LEAD-DETECT-Studie von Wiener Gesundheitsverbund, Ludwig Boltzmann Institut (LBI) für Lungengesundheit und Sigmund Freud PrivatUniversität zeigen das Potenzial eines österreichweiten Lungenkrebs-Screenings von Risikogruppen. Denn: Je früher Lungenkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Lungenkrebs ist mit rund 19 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle die häufigste Krebstodesursache in Österreich. Der Hauptgrund dafür: Die Erkrankung verursacht im Frühstadium meist keine Beschwerden und wird deshalb häufig erst erkannt, wenn die Behandlungsmöglichkeiten bereits eingeschränkt sind. Erste Ergebnisse des Wiener Früherkennungsprogramms LEAD-DETECT zeigen nun, wie wichtig eine gezielte Früherkennung ist. Von den bisher 378 Teilnehmer*innen, die eine Low-Dose-Computertomographie (LDCT) erhalten haben, wurden bei 4,7 Prozent Lungenknoten mit hohem Risiko entdeckt und frühzeitig weiter abgeklärt. Darüber hinaus konnten auch weitere rauchassoziierte Erkrankungen wie Emphyseme oder Koronararterienverkalkungen festgestellt werden.

Im Jahr 2025 wurden im Wiener Gesundheitsverbund 6.550 Patient*innen mit einer bösartigen Erkrankung der Atmungsorgane behandelt. „Gerade bei Lungenkrebs entscheidet oft der Zeitpunkt der Diagnose über die Heilungschancen. Unser Ziel ist es, die Erkrankung zu entdecken, bevor Beschwerden auftreten und bevor sie sich ausbreiten kann. Die ersten Ergebnisse von LEAD-DETECT zeigen, dass wir mit einer risikobasierten Früherkennung genau jene Menschen erreichen, die besonders von einer frühzeitigen Diagnose profitieren. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem österreichweiten Früherkennungsprogramm, das künftig Leben retten kann“, sagt Marie-Kathrin Breyer, Vorständin der Abteilung für Atemwegs- und Lungenkrankheiten am Standort Penzing der Klinik Ottakring, Institutsleiterin des LBI für Lungengesundheit und Studienleiterin.

ERSTE ERGEBNISSE BESTÄTIGEN DEN NUTZEN DER FRÜHERKENNUNG

Rund 3/4 aller Lungenkrebs-Erkrankungen werden derzeit erst in einem mittleren oder fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Dabei ist eine frühe Diagnose entscheidend: Sie verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und erhöht die Überlebenschancen deutlich.

Genau hier setzt LEAD-DETECT, Österreichs erstes prospektives Pilotprogramm zur Lungenkrebs-Früherkennung, an. Seit Herbst 2025 werden Teilnehmer*innen der Wiener Gesundheitsstudie LEAD im Alter von 50 bis 74 Jahren mit einem erhöhten individuellen Lungenkrebsrisiko zu einer Low-Dose-Computertomographie (LDCT) eingeladen.

Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: Von den bisher 378 untersuchten Teilnehmer*innen wurden bei 4,7 Prozent Lungenknoten mit hohem Risiko entdeckt und frühzeitig weiter abgeklärt. Zusätzlich konnten weitere rauchassoziierte Erkrankungen wie Emphyseme oder Koronararterienverkalkungen festgestellt werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine risikobasierte Screening-Strategie zur Früherkennung Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko gezielt identifizieren kann. Gleichzeitig liefert LEAD-DETECT eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die Einführung eines österreichweiten Lungenkrebs-Früherkennungsprogramms.

Mehr Informationen zu Lungenkrebs, möglichen Therapieformen und den behandelnden Kliniken im Wiener Gesundheitsverbund finden Sie hier.

Pressesprecherin Wiener Gesundheitsverbund
Mag.a Gabriele Egartner
Telefon:+43 664 8566205
E-Mail: gabriele.egartner@gesundheitsverbund.at

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