FW-Langthaler: Rucks überfälliger Rücktritt ist erst der Anfang!

Freiheitliche Wirtschaft fordert das Ende des ÖVP-Machtsystems in der Wirtschaftskammer und einen echten Neustart für Österreichs Unternehmer

Die Freiheitliche Wirtschaft begrüßt den Rücktritt von Walter Ruck als Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Dieser Schritt war längst überfällig. Gleichzeitig zeigt die Causa deutlich: Nicht nur eine einzelne Person, sondern ein über Jahrzehnte gewachsenes ÖVP-Machtsystem in der Wirtschaftskammer ist gescheitert.

Die bekannt gewordenen Vorgänge haben das Vertrauen vieler Unternehmer massiv erschüttert. Postenschacher, parteipolitische Netzwerke, selbstherrliches Auftreten und die Absicherung eigener Machtstrukturen haben schonungslos offengelegt, wie weit sich Teile der Wirtschaftskammer von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt haben. Die Interessen der Funktionäre dürfen niemals wichtiger sein als jene der Betriebe, die dieses System mit ihren Pflichtbeiträgen finanzieren.

Für die Freiheitliche Wirtschaft ist daher klar: Mit dem Rücktritt eines Präsidenten darf die Angelegenheit nicht erledigt sein. Jetzt braucht es eine lückenlose Aufarbeitung und tiefgreifende strukturelle Reformen. Die Wirtschaftskammer muss wieder zu einer echten Interessenvertretung der Unternehmer werden – transparent, sparsam, leistungsorientiert und unabhängig von parteipolitischen Netzwerken.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert die Direktwahl der Präsidenten und der Wirtschaftsparlamente, das Prinzip „Ein Betrieb – ein Beitrag“, ein Ende der Mehrfachmitgliedschaften, schlankere Strukturen sowie eine vollständige Offenlegung der Funktionärsbezüge und Entscheidungsprozesse. Am Ende dieses Reformprozesses muss auch die Pflichtmitgliedschaft der Vergangenheit angehören.

„Der Rücktritt von Walter Ruck war unausweichlich, er darf aber nicht das Ende der Aufarbeitung sein. Jetzt muss auch das dahinterstehende ÖVP-Machtsystem in der Wirtschaftskammer aufgebrochen werden. Österreichs Unternehmer haben ein Recht auf eine moderne, effiziente und unabhängige Interessenvertretung – und nicht auf jahrzehntelang gewachsene Machtzirkel und Parteinetzwerke. Es braucht jetzt Reform statt Stillstand, Leistung statt Zwang und Unternehmer statt Funktionäre“, betont FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler abschließend.

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