FPÖ – Brucker zu System Ludwig/Ruck: Jetzt ist die Justiz am Zug

Immer neue Enthüllungen rund um Ludwig und Ruck: FPÖ bringt erste Sachverhaltsdarstellung bei WKStA ein

„Fast täglich kommen neue Informationen über das System Ludwig ans Tageslicht. Aus einzelnen Puzzleteilen entsteht zunehmend ein Gesamtbild. Deshalb haben wir jetzt eine erste Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Diese Vorwürfe müssen lückenlos und ohne Rücksicht auf politische Ämter aufgeklärt werden“, erklärte FPÖ-Landesparteisekretär Lukas Brucker im Zuge der heutigen Pressekonferenz.

Aktuell sorgen die Aussagen des roten Donaustädter Bezirksvorstehers Ernst Nevrivy für Aufsehen. Dabei gehe es Brucker weniger um dessen Aussagen über Parteikollegen – etwa die Bezeichnung von Andreas Babler als „Dilettanten“ oder den Vorwurf der Unfähigkeit gegenüber Stadtrat Peter Hacker. „Das ist halt wahre Freundschaft, das müssen sich die Genossen selbst ausmachen“, so Brucker.

Viel schwerer wiegen dagegen die Aussagen rund um eine geplante Investition des Pharmakonzerns Takeda. Demnach soll eine Investition von rund 200 Millionen Euro in Wien gescheitert sein, die möglicherweise hunderte Arbeitsplätze gebracht hätte. „Wenn man hier erfährt, dass eine Investition in Millionenhöhe gescheitert ist, weil sich die SPÖ ein Stadion hinbauen lassen wollte, dann ist das nicht nur fahrlässig, sondern ein Skandal ersten Ranges mit einem wirtschaftlichen Kapitalschaden“, kritisiert Brucker. „Diese Causa ist eigentlich Anlass für eine zweite Sachverhaltsdarstellung“, kündigte er bereits weitere rechtliche Schritte an.

Bei der jetzt eingebrachten Sachverhaltsdarstellung steht insbesondere das Tonbandprotokoll mit Aussagen des ehemaligen Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck. Darin schildert Ruck unter anderem, wie er mit Bürgermeister Michael Ludwig bei einem Bauprojekt in Zusammenhang mit dem Neubau des Unfallkrankenhauses Meidling zusammengearbeitet haben will.

Weiter erklärungsbedürftig sei die Aussage: „Wir bringen auf die Widmung derzeit alles hin.“ Brucker dazu: „Wir stellen deshalb die einfache Frage: Wer ist mit ‚wir‘ gemeint? Walter Ruck hatte offiziell keine Funktion bei diesem Bauprojekt. Trotzdem stellt er sich selbst als Teil dieses Prozesses dar. Diese Rolle muss jetzt geklärt werden.“
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