GBH begrüßt Bündnis für klimafitte Gebäude – Klimaanlagen nur gemeinsam mit thermischer Sanierung fördern

Gewerkschaft BAU-HOLZ fordert klare Förderregeln und Schwerpunkt auf leistbares Wohnen Gewerkschaft BAU-HOLZ fordert klare Förderregeln und Schwerpunkt auf leistbares Wohnen

Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) begrüßt das von der IG Lebenszyklus Bau initiierte 6-Punkte-Programm für klimafitte Gebäude. Gleichzeitig fordert sie eine klare Förderregel: Wer öffentliches Geld für eine Klimaanlage oder ein neues Heizsystem erhält, soll gleichzeitig auch die Gebäudehülle verbessern. Denn wirksamer Schutz vor Hitze beginnt bei der Gebäudehülle. ++++

Die Grundrichtung des von zahlreichen Verbänden unterstützten Programms deckt sich mit einer langjährigen Forderung der GBH: Zuerst muss dafür gesorgt werden, dass Hitze im Sommer möglichst draußen und Wärme im Winter möglichst drinnen bleibt. Erst danach kommt die Technik.

KLARE FÖRDERREGEL STATT NEBENEINANDER

„Zuerst die Gebäudehülle – dann die Technik.“ Dieser Grundsatz darf für die GBH nicht nur eine Absichtserklärung bleiben. Eine gut gedämmte Gebäudehülle senkt den Energiebedarf für Heizen und Kühlen. Damit werden auch Heiz- und Kühlsysteme effizienter und öffentliche Fördergelder nachhaltiger eingesetzt. Die GBH fordert daher: Förderungen für Heizungs- oder Klimaanlagen sollen an den Zustand der Gebäudehülle gekoppelt werden. Entweder das Gebäude erfüllt bereits einen entsprechenden Standard oder die Gebäudehülle wird gleichzeitig verbessert. Eine Klimaanlage mit öffentlichem Geld zu fördern, während die Hitze durch eine schlecht gedämmte Gebäudehülle weiterhin nahezu ungehindert ins Gebäude gelangt, ist für die GBH der falsche Weg. Derselbe Fehler wurde bereits beim Heizkesseltausch gemacht: Neue Technik wurde gefördert, ohne gleichzeitig die Gebäudehülle ausreichend mitzudenken.

LEISTBARES WOHNEN IM FOKUS

Für die GBH ist entscheidend, dass Investitionen in die thermische Sanierung dort ansetzen, wo die Belastung durch Hitze besonders groß ist: bei Mehrparteienhäusern sowie leistbaren Wohnungen. Nur so profitieren auch Menschen in Mietwohnungen von besserem Schutz vor Hitze im Sommer und Kälte im Winter.

FÖRDERUNGEN BESSER ABSTIMMEN

Das 6-Punkte-Programm spricht sich auch für neue steuerliche Anreize und Förderungen aus. GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch sieht das nicht als notwendige Voraussetzung – entscheidend ist, bestehende Mittel besser zu bündeln und gezielt einzusetzen: „Thermische Sanierungen schützen vor Hitze im Sommer und vor Kälte im Winter. Gleichzeitig sichern sie Arbeitsplätze und stärken heimische Betriebe. Deshalb begrüßen wir das Bündnis für klimafitte Gebäude. Aber ein bloßer Vorrang für Sanierung reicht nicht. Wer eine Klimaanlage fördert, muss die Gebäudehülle verpflichtend mitfördern. Alles andere ist verschenktes Steuergeld.“

Die GBH fordert: „Förderungen müssen Klimaschutz, leistbares Wohnen und Beschäftigung zusammendenken. Jeder zusätzliche Sanierungsauftrag schafft Arbeit, stärkt heimische Betriebe und verbessert gleichzeitig den Schutz vor Hitze in unseren Wohnungen.“

ÜBER DIE GEWERKSCHAFT BAU-HOLZ (GBH)? Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ist die österreichische Gewerkschaft für rund 240.000 Beschäftigte in der Bau-, Holz- und Steinbranche. Sie verhandelt Kollektivverträge, setzt sich für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit ein und kämpft für faire öffentliche Vergaben sowie konsequent gegen Lohn- und Sozialdumping. Ziel ist der Schutz der Beschäftigten und fairer Wettbewerb für jene Betriebe, die sich an die Regeln halten. Bundesvorsitzender der GBH ist Josef Muchitsch. Weitere Informationen auf gbh.at.

GBH Presse
Thomas Trabi, MA
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