Raiffeisen hilft: Sofortmaßnahmen für dürregeplagte Landwirtschaft
Mit konkreten Hilfsmaßnahmen unterstützen Raiffeisenbanken und Lagerhaus-Organisation betroffene Betriebe rasch und unbürokratisch.
Österreichs Landwirtschaft erlebt ein außergewöhnliches Dürrejahr. Im ersten Halbjahr 2026 fiel österreichweit um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel, Teile Österreichs waren seit Beginn der Aufzeichnungen 1885 nicht mehr so trocken. Die Folgen sind dramatisch: Die Österreichische Hagelversicherung beziffert den durch die Dürre verursachten Gesamtschaden bereits mit rund einer Milliarde Euro. In dieser Summe sind indirekte Schäden wie beispielsweise fehlendes Futter für tierhaltende Betriebe nicht inkludiert.
Für viele landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das nicht nur erhebliche Ernte- und Einkommensausfälle, sondern auch akute Liquiditätsengpässe. Raiffeisen Österreich reagiert deshalb mit konkreten Hilfsmaßnahmen und steht den betroffenen Betrieben rasch und direkt zur Seite.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern sichern Tag für Tag unsere Lebensmittelversorgung, pflegen unsere Kulturlandschaft und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität im ländlichen Raum bei. Raiffeisen ist über seine Genossenschaften eng mit der Landwirtschaft verbunden. Deshalb ist für uns klar: Wenn unsere bäuerlichen Betriebe Unterstützung brauchen, stehen wir an ihrer Seite und übernehmen Verantwortung“, betont Erwin Tinhof, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes.
„Jetzt zählt, dass Hilfe rasch und direkt bei den Betrieben ankommt. Genau darauf sind unsere Maßnahmen ausgerichtet: Liquidität sichern, finanzielle Engpässe überbrücken und gemeinsam mit den Betrieben individuelle Lösungen finden“, ergänzt ÖRV-Generalsekretär Johannes Rehulka.
Die Raiffeisen Bankengruppe bietet als erste Bankengruppe in Österreich Sonderhilfen für Dürreschäden an. Die Maßnahmen sind individuell und maßgeschneidert aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit. In Niederösterreich und Wien können landwirtschaftliche Betriebe mit dem Raiffeisen-Elementarschadenskredit finanzielle Mehrbelastungen und Engpässe bis zu 50.000 Euro mit einer Laufzeit bis zu fünf Jahren überbrücken.
Raiffeisen Oberösterreich stellt einen zinsfreien Kredit von bis zu 10.000 Euro pro Betrieb bereit. In der Steiermark werden zinsfreie Überbrückungskredite von bis zu 15.000 Euro von Raiffeisen angeboten. Salzburger Betriebe können eine zins- und gebührenfreie Liquiditätsüberbrückung von bis zu 10.000 Euro bei Raiffeisenbanken beantragen. Die Überbrückungen sind jeweils bis zum Hauptauszahlungstermin der EU-Agrargelder durch die Agrarmarkt Austria, voraussichtlich am 18. Dezember 2026, vorgesehen.Bei Raiffeisen im Burgenland stehen individuelle Lösungen für betroffene Betriebe im Vordergrund. Raiffeisen Kärnten setzt auf eine Service- und Beratungsoffensive mit maßgeschneiderten Lösungen.
Auch die Raiffeisen Ware Austria (RWA) und Lagerhaus-Genossenschaften leisten einen wesentlichen Beitrag: Mit annähernd 60 Millionen Euro an Akontozahlungen wird die Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe gestärkt. Zusätzliche Bahn- und Lkw-Transporte kompensieren dürrebedingt ausfallende Transporte über die Wasserstraße. Gleichzeitig trägt die Poolvermarktung dazu bei, das Risiko eines ungünstigen Verkaufszeitpunktes für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu reduzieren.
„Raiffeisen ist aus der Idee entstanden, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Diese Verantwortung gilt auch heute: Raiffeisen steht der Landwirtschaft gerade dann zur Seite, wenn es darauf ankommt“, so Tinhof abschließend.
Österreichischer Raiffeisenverband
Mag. Edith Unger
Leitung ÖRV Kommunikation
Telefon: +43 69912113611
E-Mail: edith.unger@oerv.raiffeisen.at
Webseite: https://raiffeisenverband.at/
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