ÖGB-Schuberth: Förderungen nur mit Beschäftigungssicherung

Anlässlich des Updates zur Industriestrategie 2035 fordert der Österreichische Gewerkschaftsbund klare Bedingungen für öffentliche Förderungen

„Fördergelder dürfen nicht bedingungslos vergeben werden. Sie müssen an Standortgarantien, die Sicherung und den Ausbau von Arbeitsplätzen, Qualifizierung sowie die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards geknüpft sein“, sagt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth.

FORSCHUNG MUSS IN DEN BETRIEBEN ANKOMMEN

Österreich investiert viel in Forschung und Entwicklung, schafft es aber bislang nicht, den Aufstieg zum „Innovation Leader“ zu erreichen. Ein Grund dafür ist, dass Forschungsergebnisse zu oft nicht in den Betrieben und bei den Beschäftigten ankommen. „Wir müssen unser Innovationssystem daher dringend evaluieren, Förder-Widersprüche auflösen und bestehende Lücken schließen“, betont die Chefökonomin des ÖGB.

Gleichzeitig brauche es klare Schwerpunkte für die heimische Industrie. „Unsere hohen Investitionen in Forschung und Innovation müssen auch in Wertschöpfung, guten Arbeitsplätzen und einer starken Industrie in Österreich münden. Nur dann erzielen sie den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg“, fordert Schuberth.

Die Neuausrichtung der Wirtschafts- und Forschungsagenturen müsse industrielle Wertschöpfung, Forschung und gute Arbeitsplätze in Österreich und Europa nachhaltig sichern. „‚Made in Europe‘ muss europäische Produktion und Beschäftigung stärken – und darf nicht zu einem unverbindlichen ‚Made with Europe‘ verwässert werden“, so die Gewerkschafterin.

Der ÖGB fordert einen verbindlichen Umsetzungsplan für die Industriestrategie 2035: mit klaren Zuständigkeiten, ausreichender Finanzierung und überprüfbaren Zielen. „Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen, um Beschäftigung, Wertschöpfung und Wohlstand abzusichern“, sagt Schuberth abschließend.

Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.

Mag. Toumaj Faragheh
ÖGB-Kommunikation
Tel.: +43 664 614 518 0
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