2. Bundesfrauenkongress: FSG-younion Frauen wählen neue Bundesfrauenvorsitzende
Mit Sabine Slimar-Weißmann folgt eine erfahrene Gewerkschafterin auf Christa Hörmann. Kongress beschloss Arbeitsprogramm „Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Gewaltfrei. Leben.“
Die Delegierten des 2. Bundesfrauenkongresses der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafterinnen in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft (FSG-younion Frauen) haben Sabine Slimar-Weissmann mit 96,91 Prozent der Stimmen zur neuen Bundesfrauenvorsitzenden gewählt. Mit ihrer Wahl übernimmt die Wiener Landesfrauenvorsitzende auch den bundesweiten Vorsitz und tritt damit die Nachfolge von Christa Hörmann an, die die gewerkschaftliche Frauenarbeit über Jahrzehnte entscheidend geprägt und weiterentwickelt hat.
Der Kongress stand unter dem Leitsatz „Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Gewaltfrei. Leben.“ und beschäftigte sich mit zentralen Zukunftsfragen für Frauen in der Arbeitswelt, der Gesellschaft und innerhalb der Gewerkschaftsbewegung. Die Delegierten verabschiedeten dabei einen umfassenden Leitantrag, der konkrete Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit, Frauengesundheit, Bildung, Empowerment und den Kampf gegen Gewalt an Frauen beinhaltet.
Die Beschlüsse des Kongresses orientieren sich an den Grundwerten der FSG-younion: Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung, Nichtdiskriminierung und dem festen Bekenntnis zu einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge.
„Ich danke den Delegierten für das große Vertrauen und sehe dieses Wahlergebnis als klaren Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre. Gemeinsam werden wir weiterhin für eine Arbeitswelt kämpfen, in der Frauen die gleichen Chancen, die gleiche Anerkennung und die gleichen Möglichkeiten vorfinden. Gleichstellung ist der Schlüssel zu Gerechtigkeit und sozialem Fortschritt“, erklärt die neugewählte FSG-younion Bundesfrauenvorsitzende, Sabine Slimar-Weissmann.
Mit besonderer Wertschätzung wurde am Kongress die langjährige Arbeit von scheidender Bundesvorsitzender Christa Hörmann gewürdigt. Über viele Jahre hinweg setzte sie sich konsequent für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung und eine starke gewerkschaftliche Frauenpolitik ein. Ihr Engagement hat Generationen von Gewerkschafterinnen geprägt und zahlreiche Fortschritte für Frauen innerhalb und außerhalb der Arbeitswelt ermöglicht.
„Großer Dank gilt Christa Hörmann. Sie hat gewerkschaftliche Frauenpolitik mit Leidenschaft, Weitblick und Konsequenz gestaltet und geprägt. Es ist mir Ehre und Verpflichtung zugleich, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit dem neu gewählten Präsidium und unseren vielen engagierten Kolleginnen fortzuführen und weiterzuentwickeln. Die Herausforderungen mögen sich verändern, unser Anspruch auf Gleichstellung, Selbstbestimmung und Solidarität bleibt jedoch derselbe“, so Slimar-Weißmann.
Ein besonderer Schwerpunkt des Leitantrags liegt auf der Bekämpfung struktureller Benachteiligungen von Frauen. Dazu zählen Maßnahmen gegen den Gender-Pay-Gap, die Verteilung von Care-Arbeit, Chancengleichheit, die Stärkung von Frauengesundheit sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalt und Diskriminierung. Gleichzeitig sollen Frauen innerhalb der Gewerkschaft durch Bildungsangebote, Mentoringprogramme und Empowerment-Maßnahmen gezielt gestärkt werden.
Auch der Bundesvorsitzende der FSG-younion, Christian Meidlinger, gratuliert der neugewählten Bundesfrauenvorsitzenden und unterstrich die Bedeutung einer vielfältigen und modernen Gewerkschaftsbewegung: „Die Zukunft der FSG-younion ist divers. Gleichstellung bedeutet für uns gleiche Chancen, gleiche Mitsprache und gleiche Gestaltungsmöglichkeiten auf allen Ebenen. Eine starke Organisation lebt von unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen. Deshalb ist die gleichgestellte Beteiligung von Frauen ein unverzichtbarer Bestandteil unserer gewerkschaftlichen Arbeit und unseres Zukunftsverständnisses.“
Mit der Wahl von Sabine Slimar-Weissmann und den richtungsweisenden Beschlüssen des 2. Bundesfrauenkongresses wurde eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft vorgenommen. Die FSG-younion Frauen bekräftigten dabei ihren Anspruch, weiterhin eine starke Stimme für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und ein gewaltfreies Leben zu sein – getragen von den sozialdemokratischen Grundwerten Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und Zusammenhalt.
FSG-younion – Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen in der younion
_ Die Daseinsgewerkschaft
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Hans Adrian Dorfmeister-Pölzer
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