Fachverband Güterbeförderung: Offener Brief zeigte Wirkung – Spritpreisbremse Schritt in die richtige Richtung
WKÖ-Fischer: Erster Entlastungsschritt, aber Margeneingriff problematisch – Aussetzen der CO2-Bepreisung muss folgen
Der Fachverband Güterbeförderung begrüßt die von der Bundesregierung angekündigte Spritpreisbremse als einen Schritt in die richtige Richtung. Angesichts der jüngsten Entwicklungen auf den Treibstoffmärkten trägt die Maßnahme dazu bei, die zuletzt eingetretene Kosteneskalation für Unternehmen zumindest teilweise abzufedern.
„Wir haben uns gemeinsam mit den anderen Bereichen der Verkehrswirtschaft in einem offenen Brief an Bundeskanzler Christian Stocker für rasche Entlastungsmaßnahmen ausgesprochen. Es ist erfreulich, dass man reagiert hat“, erklärt Fachverbandsobmann MARKUS FISCHER. Gleichzeitig weist der Fachverband darauf hin, dass die tatsächlichen Mehrkosten, mit denen Transportunternehmen seit geraumer Zeit konfrontiert sind, deutlich über die jüngsten Preissteigerungen hinausgehen. Die aktuelle Maßnahme könne daher nur einen begrenzten Beitrag zur Entlastung leisten.
Die vorgesehene Margenbegrenzung sei jedoch im Sinne der Versorgungssicherheit problematisch und wird vom Fachverband zudem nicht als geeignetes Instrument zur nachhaltigen Senkung der Kostenbelastung angesehen. Aus Sicht der Branche wäre vielmehr eine Aussetzung der CO₂-Bepreisung zielführend, um Unternehmen wirksam zu entlasten.
„Die Spritpreisbremse verhindert zumindest eine weitere Verschärfung der Situation. Für eine spürbarere Entlastung braucht es jedoch Maßnahmen bei den staatlich beeinflussten Kostenbestandteilen, insbesondere beim CO₂-Preis“, so Fischer. (PWK473/DFS)
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