Interesse am Unteroffiziersberuf bleibt hoch

Bundesheer sucht laufend Unteroffiziere

Das Interesse am Unteroffiziersberuf beim Österreichischen Bundesheer bleibt hoch. Anfang September haben mehr als 1.000 junge Männer und Frauen mit der Kaderanwärterausbildung 1 begonnen. Sie bildet den ersten Schritt auf dem Weg zum Unteroffizier. Wer über eine Matura verfügt, kann im weiteren Verlauf auch die Offizierslaufbahn einschlagen. Ein weiteres Zeichen für den starken Unteroffiziersnachwuchs war die Ausmusterung von 473 jungen Unteroffizieren im Februar 2026 an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns. Nach 18 Monaten Ausbildung übernehmen sie nun Verantwortung als Gruppenkommandanten bei der Truppe, in der Ausbildung von Grundwehrdienern und bei Einsätzen im In- und Ausland. Das Österreichische Bundesheer sucht darüber hinaus laufend Unteroffiziere für Führungs- und Expertenaufgaben in zahlreichen Fachgebiete.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Engagement in Verbesserungen und in die Attraktivierung des Unteroffiziersberufs investiert. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Unteroffiziere sind ein wesentlicher Rückhalt und Garant für funktionierende Strukturen in der Ausbildung, im täglichen Dienstbetrieb sowie bei Einsätzen im In- und Ausland.“

Das Bundesheer hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben und insbesondere um den Nachwuchs im Unteroffiziersbereich zu fördern. Heuer wurde beispielsweise ein Mentorenprogramm für Kaderanwärter eingeführt. Es soll die berufliche und persönliche Entwicklung unterstützen, den Einstieg in den Beruf erleichtern und junge Soldaten mit Karriereabsichten stärker an die Verbände binden. Gleichzeitig soll damit die Zahl der vorzeitigen Ausbildungsabbrüche reduziert werden. Die bisherigen Entwicklungen zeigen, dass die Maßnahmen zur Personalgewinnung und -bindung insbesondere im Unteroffiziersbereich Wirkung zeigen. Einerseits ist die Zahl der vorzeitigen Austritte von Unteroffizieren deutlich zurückgegangen, andererseits ist die Zahl der ausgemusterten Unteroffiziere gestiegen. Auch die Besoldung der Stabsunteroffiziere wurde in den vergangenen Jahren verbessert. Derzeit dienen knapp 9.000 Unteroffiziere im Österreichischen Bundesheer, darunter 370 Frauen.

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