NISG 2026: Jeder achte Cyberangriff ist erfolgreich, neues Gesetz soll Unternehmen besser schützen
EINE AKTUELLE KPMG ANALYSE UNTER 1.396 ÖSTERREICHISCHEN UNTERNEHMEN ZEIGT DEUTLICHEN NACHHOLBEDARF: VOR ALLEM BEI DER ABSICHERUNG VON LIEFERKETTEN UND DER EINORDNUNG REGULATORISCHER PFLICHTEN BESTEHEN WEITERHIN ERHEBLICHE LÜCKEN.
1.354 Tage nach dem Inkrafttreten der europäischen NIS-2-Richtlinie beginnt nun auch in Österreich die operative Umsetzung: Mit 1. Oktober 2026 treten die zentralen Bestimmungen des Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetzes 2026 (NISG 2026) in Kraft. Cybersicherheit wird damit noch stärker zur verbindlichen Führungs- und Organisationsaufgabe. Für die rund 4.000 betroffenen Einrichtungen geht es nun darum, den Anwendungsbereich zu klären, Verantwortlichkeiten festzulegen und die erforderlichen Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheit nachweisbar im Unternehmen zu verankern.
Ab dem Inkrafttreten des Gesetzes werden die Pflichten und Fristen für Betroffene erstmals spürbar. Für 2026 gilt: Erhebliche Sicherheitsvorfälle müssen ab dem 1. Oktober 2026 gemeldet werden und die Registrierung bis spätestens Ende dieses Jahres (31. Dezember 2026) abgeschlossen sein. Weitere Fristen, wie die Abgabe der Selbstdeklaration, folgen bis Ende September 2027.
CYBERSICHERHEIT WIRD VERBINDLICHE FÜHRUNGSAUFGABE
KPMG Austria GmbH
Mag. Lisa Kannonier
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