Samariterbund: Selbstbestimmt leben – in jedem Alter
Zum Tag der älteren Generation fordert der Samariterbund mehr Wertschätzung für ältere Menschen – und schafft Angebote, die Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität stärken.
Ältere Menschen haben unsere Gesellschaft über Jahrzehnte mitgestaltet, Verantwortung übernommen und Wissen weitergegeben. Für den Samariterbund ist der Tag der älteren Generation deshalb ein Anlass, ihre Lebensleistung stärker sichtbar zu machen.
„Ältere Menschen verdienen Respekt, Wertschätzung und die Möglichkeit, ihr Leben so lange wie möglich selbstbestimmt zu gestalten“, betont Andreas Balog, Geschäftsführer des Samariterbundes Geschäftsbereich Pflege, Betreuung und Gesundheit. „Alter darf nicht automatisch mit Hilfsbedürftigkeit oder Pflege gleichgesetzt werden.“
Auch wenn Unterstützung notwendig wird, müssen Persönlichkeit, Gewohnheiten und individuelle Wünsche im Mittelpunkt bleiben. Gute Betreuung bedeutet für den Samariterbund daher weit mehr als medizinische und pflegerische Versorgung.
BEDÜRFNISSE DER MENSCHEN IM MITTELPUNKT
In den Pflegekompetenzzentren und Einrichtungen des Samariterbundes wird deshalb großer Wert auf einen abwechslungsreichen Alltag gelegt. Je nach persönlichen Interessen gehören etwa Kochen, Garteln, Singen, Bewegung, Gedächtnistraining, kreatives Gestalten oder Begegnungen mit Tieren dazu. Ziel ist es, Fähigkeiten zu erhalten, Erinnerungen zu wecken, Gemeinschaft zu fördern und Lebensfreude zu ermöglichen. „Wer Unterstützung braucht, gibt seine Persönlichkeit nicht an der Tür ab“, sagt Balog. „Die entscheidende Frage lautet: Wie möchte dieser Mensch leben?“
AUSBAU VON MOBILEN DIENSTEN UND ALTERNATIVEN WOHNFORMEN NOTWENDIG
Zwar ist die Abdeckung mit stationärer Langzeitpflege in Österreich insgesamt recht gut, aber der Ausbau wohnortnaher Versorgungsformen mit mobilen Diensten, Tagesbetreuung bis hin zu Wohnformen für ältere Menschen muss weiter ausgebaut werden.
„Aktuell bietet der Samariterbund von Tirol bis ins Burgenland mindestens 460 Wohnplätze in seniorengerechten Wohnformen an, Pläne für einen weiteren Ausbau bestehen. Aufgrund der prekären Finanzlage der öffentlichen Hand ist ein Angebotsausbau vielfach trotz bestehender Bedarfe nur schwer möglich. Auch werden diese Betreuungsformen nicht von allen Bundesländern gefördert“, so Balog. Der Wohnort entscheidet somit nicht nur, ob es überhaupt ein entsprechendes Angebot gibt, sondern ob es sich ein älterer Mensch auch leisten kann. Vielfach ist die stationäre Pflege für den Einzelnen kostengünstiger, wobei genau diese Versorgungsform für die öffentliche Hand am kostenintensivsten ist. „Es braucht österreichweit einheitliche Standards und gleiche Förderungen für mobile Dienste, Tagesbetreuung und alternative Wohnformen“, so Balog abschließend.
SAMARITERBUND BIETET UMFANGREICHES ANGEBOT
Ob Pflege daheim, 24-Stunden-Betreuung, Essen auf Rädern, Notrufgeräte, Tagesbetreuung oder Kurz- und Langzeitpflege in den Pflegekompetenzzentren – der Samariterbund bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um ältere Menschen und ihre Angehörigen bedarfsgerecht zu unterstützen.
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Mag. Martina Vitek-Neumayer
Telefon: 06643582386
E-Mail: martina.vitek@samariterbund.net
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