SECURE startet zweite Förderausschreibung: 11,5 Millionen Euro für europäische KMU zur Umsetzung des Cyber Resilience Act
Nach der erfolgreichen ersten Förderausschreibung startet das EU-finanzierte Projekt SECURE – Strengthening EU SMEs Cyber Resilience am 1. Oktober 2026 seinen zweiten Call. Bis zum 11. Dezember 2026 können europäische Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) Förderanträge einreichen. Für die zweite Ausschreibung stehen insgesamt 11,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit erhalten weitere Unternehmen die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Cybersicherheit und zur Vorbereitung auf die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) umzusetzen.
Die Resonanz auf die erste SECURE-Ausschreibung hat die Erwartungen deutlich übertroffen: Bei einem verfügbaren Fördervolumen von 5 Millionen Euro gingen rund 260 Anträge aus insgesamt 28 europäischen Ländern ein. Die hohe Zahl und die breite geografische Verteilung der Anträge unterstreichen die große Relevanz des Themas und den hohen Unterstützungsbedarf von KMU bei der Umsetzung der neuen europäischen Cybersicherheitsanforderungen an Produkte.
11,5 MILLIONEN EURO FÜR DIE NÄCHSTE PHASE DER CRA-UMSETZUNG
Mit der zweiten Ausschreibung baut SECURE das Förderangebot für europäische KMU weiter aus. Förderfähige Unternehmen können Projekte einreichen, die sie dabei unterstützen, ihre Produkte mit digitalen Elementen sicherer zu machen und die Anforderungen des Cyber Resilience Act schrittweise umzusetzen.
Der CRA – die Verordnung (EU) 2024/2847 – schafft harmonisierte Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen auf dem EU-Markt. Die Anforderungen betreffen den gesamten Produktlebenszyklus, von der Konzeption und Entwicklung über die Bereitstellung von Updates und das Schwachstellenmanagement bis hin zu Wartung und Dokumentation. Die wesentlichen Anforderungen des CRA gelten ab dem 11. Dezember 2027 vollständig. Erste Pflichten, darunter die Meldung aktiv ausgenutzter Schwachstellen und schwerwiegender Sicherheitsvorfälle, gelten bereits seit September 2026. Mit der schrittweisen Anwendung der CRA-Anforderungen bis Dezember 2027 steigt für Unternehmen der Bedarf, frühzeitig Strukturen, Prozesse und technische Maßnahmen für die Einhaltung der neuen Vorgaben zu etablieren.
„Der außerordentlich starke Rücklauf auf die erste Ausschreibung zeigt, dass europäische KMU konkrete Unterstützung bei der Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act benötigen. Mit der zweiten Ausschreibung schaffen wir die Möglichkeit, damit weitere Unternehmen ihre individuellen Compliance- und Cybersicherheitsmaßnahmen gezielt vorantreiben können“, so Roland Sommer, Geschäftsführer Plattform Industrie 4.0 Österreich.
VON DER GAP-ANALYSE BIS ZUR KONKRETEN UMSETZUNG
Die erste Ausschreibung hat gezeigt, dass Unternehmen insbesondere bei vorbereitenden Maßnahmen Unterstützung benötigen. Fast die Hälfte der eingereichten Vorschläge konzentrierte sich auf Aktivitäten wie Gap- und Reifegradanalysen, die Analyse der CRA-Anforderungen sowie Governance und Risikomanagement.
Die zweite Ausschreibung knüpft an diesen Bedarf an und soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre nächsten Schritte auf dem Weg zur CRA-Konformität zu setzen. Gefördert werden Maßnahmen, die zur Erfüllung der CRA-Anforderungen und zur Stärkung der Cybersicherheit und Resilienz von Produkten mit digitalen Elementen beitragen.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Hersteller, Importeure und Vertreiber von Produkten mit digitalen Elementen sowie an Open-Source-Software-Verantwortliche, sofern sie in den Anwendungsbereich des CRA fallen und die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllen.
UNTERSTÜTZUNG ÜBER DIE FINANZIELLE FÖRDERUNG HINAUS
SECURE unterstützt KMU nicht nur mit finanziellen Mitteln. Das Projekt stellt darüber hinaus frei zugängliche Trainings, Workshops, Veranstaltungen und praxisorientierte Ressourcen zur Verfügung. Ein zentrales Repository bündelt unter anderem Leitfäden, Selbstbewertungsinstrumente sowie Open-Source-Ressourcen zur CRA-Compliance.
JETZT FÜR DIE ZWEITE AUSSCHREIBUNG EINREICHEN
Die zweite SECURE-Förderausschreibung läuft vom 1. Oktober bis zum 11. Dezember 2026. Interessierte KMU können ihre Anträge über die SECURE-Plattform einreichen. Das gesamte Verfahren – von der Registrierung und Antragstellung über die Bewertung bis zur Umsetzung und Wirkungsanalyse – wird digital abgewickelt.
Die eingereichten Vorschläge werden unter anderem hinsichtlich ihrer Relevanz für die Ziele des Cyber Resilience Act, ihrer erwarteten Wirkung sowie der Qualität und Umsetzbarkeit des geplanten Vorhabens bewertet.
Weitere Informationen zur zweiten Ausschreibung, zu den Teilnahmebedingungen, Bewertungskriterien und Informationsveranstaltungen sind auf der SECURE4SME-Website verfügbar.
ÜBER SECURE
Das EU-finanzierte Projekt SECURE – Strengthening EU SMEs Cyber Resilience (Fördervereinbarung Nr. 101190325) unterstützt europäische Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Cybersicherheit zu stärken und sich auf die Anforderungen des Cyber Resilience Act vorzubereiten. Mit einem Gesamtbudget von knapp 22 Millionen Euro, davon rund 16 Millionen Euro für direkte finanzielle Unterstützung von KMU, verbindet SECURE finanzielle Förderung mit praxisorientiertem Wissen, Trainings, Beratung und frei zugänglichen Ressourcen.
Weitere Informationen finden Sie auf SECURE4SME.
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DAS PROJEKT-KONSORTIUM
Agenzia per la cybersicurezza nazionale (ACN), Italy · Naukowa i Akademicka Siec Komputerowa (NASK), Poland · Instituto Nacional de Ciberseguridad (INCIBE), Spain · Centre for Cybersecurity Belgium (CCB), Belgium · Luxembourg House of Cybersecurity (LHC), Luxembourg · Cyber 4.0 – Centro di Competenza Nazionale per la Cybersecurity, Italy · IDEA-Re Ideas & Research Hub, Italy · National Cybersecurity Coordination Center (NCC-RO), Romania · Plattform Industrie 4.0 Österreich, Austria · TU Wien, Austria · PROFACTOR GmbH, Austria · Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH, Austria · VIRTUAL VEHICLE, Austria
ÜBER DIE PLATTFORM INDUSTRIE 4.0 ÖSTERREICH
Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2015 durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einer gemeinsam getragenen Kompetenz- und Innovationsplattform etabliert. Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen. Das Ziel ist es, technologische Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen, Beschäftigte und zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen, den Produktionsstandort Österreich nachhaltig zu stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben. Weitere Informationen unter: www.plattformindustrie40.at
Verein Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente
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Mag. Jasmina Schnobrich-Cakelja
Telefon: +43 1 588 39 75
E-Mail: jasmina.schnobrich@plattformindustrie40.at
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