Neues Hüftgelenk ohne Übernachtung im Spital
Jetzt neu: Vinzenz magazin Herbst 2026
EINE NEUE HÜFTE UND AM SELBEN TAG WIEDER ZU HAUSE: IM WIENER HERZ-JESU KRANKENHAUS WERDEN ERSTMALS IN ÖSTERREICH PATIENT*INNEN TAGESKLINISCH AM HÜFTGELENK OPERIERT. DAS AKTUELLE _VINZENZ MAGAZIN_ ZEIGT, WIE SICH DIE VERSORGUNG RUND UM DEN GELENKSERSATZ VERÄNDERT, VON DER OPERATION BIS ZUR AMBULANTEN REHA IM EIGENEN ALLTAG. WEITERE THEMEN UNTER ANDEREM: WARNSIGNALE BEI GEBÄRMUTTERSCHLEIMHAUTKREBS, DIE ANGST VOR DER DARMSPIEGELUNG UND DER EINFLUSS VON SCHLANKHEITSIDEALEN AUF SOCIAL MEDIA.
Nach einer Hüftgelenksoperation noch am selben Tag nach Hause? Was noch vor Kurzem kaum vorstellbar war, wird im Herz-Jesu Krankenhaus Wien bereits Realität. Selbst bei modernen minimal-invasiven Eingriffen war bisher ein mehrtägiger Spitalsaufenthalt vorgesehen. Mit der Einführung des tagesklinischen Hüftgelenksersatzes setzt das Krankenhaus nun einen neuen Meilenstein in der orthopädischen Versorgung. Die ersten Patient*innen wurden bereits tagesklinisch operiert und konnten kurz nach dem Eingriff wieder entlassen werden. Das Angebot richtet sich an sorgfältig ausgewählte Patient*innen in gutem Allgemeinzustand ohne schwere Begleiterkrankungen. „Die tagesklinische Operation erfolgt ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch der Patient*innen. Dafür braucht es Motivation, eine gute Grundfitness und Unterstützung im häuslichen Umfeld“, erklärt Primar Prof. Priv.-Doz. DDr. Christoph Böhler, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie Vorstand der 1. Orthopädischen Abteilung.
Für alle Patient*innen nach einer Gelenksoperation ist die Rehabilitation genauso wichtig wie die Operation selbst, um eine optimale Funktion des Gelenksersatzes zu ermöglichen. Während die erste Phase der Reha bereits im Krankenhaus beginnt, gibt es für die darauffolgenden Phasen die Möglichkeit, diese ambulant statt stationär in spezialisierten Zentren durchzuführen. Ein großer Vorteil: Was in der Therapie erarbeitet wird, kann zu Hause sofort umgesetzt werden. Ob Stiegensteigen, Einkaufen oder alltägliche Bewegungsabläufe, neue Bewegungsmuster werden dort geübt, wo sie später tatsächlich gebraucht werden. Die Vinzenz Gruppe bietet mit Reha.ambulant eine ambulante Rehabilitation an vier Standorten in Wien, Linz und Ried an.
Gleichzeitig untersucht ein Forschungsteam, wie sich Infektionen am Implantat früher und sicherer erkennen lassen. Zur besseren Diagnose entwickelt das Team vom Wiener Michael-Ogon-Labor am Orthopädischen Spital Speising Team in Kooperation mit der Wiener BiotechFirma TAmiRNA eine neue Klasse von Biomarkern. „Bestimmte microRNAs in der Gelenksflüssigkeit erkennen Infektionen an Prothesen mit hoher Genauigkeit“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Jochen Hofstätter, Leiter des Labors. Die neue Methode könnte Infektionen künftig klarer erkennbar machen als bisherige Verfahren.
GESUNDHEITSTIPPS IN DEN SOZIALEN MEDIEN
Seriöse Information und Gesundheitsbildung auf LinkedIn und Facebook zu präsentieren, ist das Ziel von Primarius Robert Königsberg, Vorstand der Inneren Medizin 2 im Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien. Seine Themen sind Natürliche Prävention und metabolische Stabilität. „Nur mit einem fitten Körper können Menschen gesund alt werden. Sie sollten auf ihr Körperfett und ihren Blutzucker aufpassen und auf ihre Muskelmasse achten, die durch Sport und Bewegung trainiert wird. Dazu kommt kognitive Bewegung für Kopf und Gedächtnis.“ Dennoch betont er, dass Technologie nie das persönliche Gespräch mit Patientinnen und Patienten ersetzen wird können.
ÜBER KLICKS IN DIE ESSSTÖRUNG
Die möglichen negativen Folgen von Sozialen Medien auf Kinder und Jugendliche beschreibt Ing.in Claudia Fuchs, Psychotherapeutin und Leiterin der Psychotherapie bei sowhat, dem Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen, in einem Interview in der neuen Ausgabe des _Vinzenz magazin_. Unter Begriffen wie „SkinnyTok“, „Skinny Girl Mindset“ oder „thinspiration“ werden extrem dünne Körper zelebriert, die häufig durch Bildbearbeitung optimiert wurden. „Junge Menschen sind aufgrund ihrer Entwicklungsphase besonders vulnerabel und anfällig für psychische Erkrankungen. Bei ihnen können diese unrealistischen Schönheitsideale das Risiko für eine verzerrte Selbstwahrnehmung, ein geringes Selbstwertgefühl und gestörtes Essverhalten erhöhen“, warnt die Expertin.
BLUTUNGEN ALS WARNSIGNAL
Gebärmutterschleimhautkrebs betrifft vor allem Frauen nach dem Wechsel. In rund 90 Prozent der Fälle treten Blutungen als Frühsymptom auf. In einem Interview unterstreicht Prim. Univ.-Prof. Dr. Lukas Hefler, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Ordensklinikum Linz und dem Krankenhaus Barmherzige Brüder Linz, die Bedeutung dieses Symptoms: „Jede Blutung aus der Scheide, die nach den Wechseljahren auftritt, sollte ärztlich abgeklärt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine stärkere Blutung, eine Schmierblutung oder nur wenige Tropfen Blut handelt.“ Auch wenn in den meisten Fällen keine Krebserkrankung dahintersteckt – ohne Untersuchung lässt sich dies nicht sicher beurteilen.
KEINE ANGST VOR MAGEN-UND DARMSPIEGELUNG
Zwei Untersuchungen sind wichtig, um Beschwerden im Magen-Darmtrakt zu beurteilen: Die Gastroskopie wird zur Abklärung von Symptomen im oberen Verdauungstrakt eingesetzt, bei Entzündungen oder Geschwüren. Die Koloskopie spielt eine zentrale Rolle in der Vorsorge, wird jedem ab 45. empfohlen und gilt der Früherkennung von Darmkrebs. Die Angst, die viele Menschen davor haben, möchte eine Reportage nehmen – eine Ärztin des Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien und eine Patientin werden deshalb für das _Vinzenz magazin_ bei dieser Untersuchung begleitet.
_VINZENZ MAGAZIN_: VERFÜGBAR ALS PRINT- UND ONLINEMAGAZIN
Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen erscheint als Printmagazin viermal pro Jahr und richtet sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern.
Das _Vinzenz magazin_ erscheint ebenfalls in digitaler Form. Die digitale Ausgabe ist unter www.vinzenz-magazin.at aufzurufen.
Darüber hinaus kann die aktuelle Printausgabe kostenlos abonniert werden. Das Magazin als PDF können Sie hier herunterladen.
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH
Annemarie Kramser
Telefon: +43 664 84125039
E-Mail: annemarie.kramser@vinzenzgruppe.at
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