REMAX-ImmoSpiegel: Eigentumswohnungsmarkt erholt sich – Verkäufe steigen um 25 Prozent, Preise nur moderat
Eigentumswohnungsmarkt 1. Halbjahr 2026 auf Basis aller Eintragungen im amtlichen Grundbuch
* ANZAHL DER VERKÄUFE: mit 24.106 Wohneinheiten um +25,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025; erstmals seit 2022 wieder über dem Zehnjahresschnitt.
* Der VERKAUFSWERT für Eigentumswohnungen ist von 5,59 Mrd. Euro um +26,9 % auf 7,09 Mrd. Euro gestiegen.
* Die PREISENTWICKLUNG (Halbjahr 2026 / Halbjahr 2025) ist mit +1,6 % nur halb so hoch wie die Inflation mit +3,2 %.
* Der WOHNUNGSPREIS IM MITTEL LAG im ersten Halbjahr 2026 bei 267.839 Euro. Ein Viertel aller Wohnungen wurde um maximal 162.500 Euro (+1,7 %) verkauft, ein weiteres Viertel um mindestens 360.000 Euro (+1,4 %).
* Die erhobenen QUADRATMETERPREISE stiegen in Nieder- und Oberösterreich, in der Steiermark und im Burgenland, alle anderen Bundesländer zeigen Rückgänge. Der Österreichschnitt sank um -1,5 % auf 4.234 Euro.
* ERSTBEZUGSWOHNUNGEN: Der Anteil der neu gebauten oder generalsanierten Wohnungen vom Bauträger an der gesamten Wohnungshandelsmenge ist auf unter ein Viertel weiter gesunken (23,4 %), in Wien von 30,8 % (2025) auf 23,9 % (2026).
* Der PREISAUFSCHLAG FÜR ERSTBEZUG auf Bestandswohnungen ist gesunken, von +51,8 % (2025) auf +47,5 %.
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Anzahl der Wohnungsverkäufe auf gutem Niveau und inflationsbereinigt sogar günstiger als im Vorjahr!“ Das ist die KERNAUSSAGE des „REMAX-ImmoSpiegels für Eigentumswohnungen 2026 erstes Halbjahr. Die Grundbuchsgerichte haben 2026 im ersten Halbjahr 24.106 WOHNUNGEN neu verbüchert, um +4.862 oder +25,3 % mehr als 2025. Auf das Rekordjahr 2022 fehlen nur mehr -2.156 Einheiten, der Zehnjahresschnitt ist schon um +1.004 übertroffen.
Die WOHNUNGSPREISE sind den REMAX-Experten zufolge im Bundesmittel um +1,6 % von 263.639 Euro auf 267.839 Euro gestiegen, halb so hoch wie die Inflationsrate (+3,2_) _„Insgesamt ist der Eigentumswohnungsmarkt wieder auf Normalniveau: Wir liegen bei den Verkaufszahlen erstmals wieder über dem Zehnjahresmittel, während die Preise nur halb so schnell steigen wie die Inflationsrate. Für alle, deren Einkommen in irgendeiner Form an die Inflation gekoppelt ist, werden Wohnungen damit real günstiger. Wohnungseigentum wird somit wieder erschwinglicher und der Traum von langfristiger wirtschaftlicher Unabhängigkeit für eine größere Zahl von Menschen realistischer“,_ _erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von REMAX Austria. „Gleichzeitig sehen wir eine Entwicklung, die langfristig problematisch werden könnte: Der Anteil an neuen oder generalsanierten Wohnungen sinkt. Damit wird der Wohnungsbestand tendenziell älter, während die Nachfrage nach Wohnraum aus demografischen Gründen weiter steigt. Wenn das Angebot nicht entsprechend mitwächst, ist absehbar, dass die Preise wieder spürbar anziehen und sich diese Entwicklung auch auf die Mieten auswirken wird. Dann steht die Politik erneut vor der Herausforderung, kurzfristig reagieren zu müssen. Deshalb wäre es sinnvoll, jetzt zu handeln und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Politik sollte Anreize für Sanierungen, Nachverdichtung, die Umwidmung geeigneter Flächen zu Wohnraum und vor allem für den Neubau setzen. Nur wenn wieder mehr Wohnraum geschaffen und bestehender Wohnraum besser genutzt wird, wird sich der Markt langfristig entspannen.Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren würden sofort helfen. Ebenso könnten finanzielle Sanierungsanreize oder steuerliche Erleichterungen für Bauträger und Erstkäufer wichtige Impulse geben. Jede dieser Maßnahmen würde dazu beitragen, mehr Wohnraum zu schaffen und Wohnungseigentum auch langfristig leistbar zu halten“_, _meint Reikersdorfer weiter.
WOHNUNGSUMSÄTZE UM FAST EIN VIERTEL GESTIEGEN
Die Umsätze aus Wohnungsverkäufen sind von 5,59 Mrd. Euro auf 7,09 Mrd. Euro gewachsen.
ANTEIL DER WOHNUNGSVERKÄUFE AM GESAMTIMMOBILIENMARKT WIEDER AUF NORMALNIVEAU
Bei einem Immobiliengesamtmarkt von 66.591 Immobilien mit Ende Juni 2026 stellen die 24.106 Wohnungen zum Halbjahr einen Mengenanteil von 36,2 % dar. „Auch diese Zahl unterstreicht, wie gut der Wohnungsmarkt zuletzt wieder in Schwung gekommen ist“_,_ so Reikersdorfer.
WOHNUNGSWERTANTEIL ÜBER ZEHNJAHRESSCHNITT
Die moderate Preissteigerung bei den Wohnungen hat den Umsatzanteil der Wohnungen am Gesamttransaktionswert minimal sinken lassen. Die 7,09 Mrd. Euro für Wohnungskäufe sind 36,2 % des Gesamtmarkts.
PREISENTWICKLUNG IN DEN JEWEILIGEN PREISKLASSEN
An der Grenze zum unteren Viertel aller gehandelten Wohnungen betrug die Preissteigerung +1,7 %, an der Grenze zum oberen Preisviertel +1,4 %. „Den Grund für den statistisch geringen Preisauftrieb finden wir einerseits in den Verbilligungen in Vorarlberg und Salzburg und andererseits bei den überdurchschnittlich hohen Mengensteigerungen in den eher günstigen Bundesländern Burgenland, Steiermark und Niederösterreich, sowie bei den unterdurchschnittlichen Mengensteigerungen in Wien und Tirol“_,_ erklärt Mag. Anton Nenning, REMAX Austria Head of Research. Jede vierte Wohnung, die im ersten Halbjahr 2026 verbüchert worden ist, kostete weniger als 162.500 Euro. Dagegen legten die Käufer am anderen Ende der Preiskurve, im oberen Quartil, für jede vierte Wohnung mehr als 360.000 Euro auf den Tisch (2025: 355.000 Euro).
WOHNUNGSGRÖSSEN UM EINE KASTENSTELLFLÄCHE GRÖSSER
Die gemeldeten Wohnungsgrößen sind um +1,1 m² größer als 2025 und kommen so auf 68,8 m². Sie liegen damit um +1,4 m² über dem Zehnjahresschnitt von 67,4 m². Das Viertel der kleinen Wohnungen bis 51,0 m² legte um +0,3 m² zu, jenes der großen Wohnungen ab 84,8 m² um +1,9 m².
QUADRATMETERPREISE MODERATER IM ANSTIEG
„Wenn die gehandelten Wohnungen tendenziell größer werden, dämpft das die Quadratmeterpreise im Vergleich zu den Wohnungspreisen. Zusätzlich gingen in den vier teuersten Bundesländern die Quadratmeterpreise zurück und der Anteil der billigeren Bundesländer am Österreichkuchen ist gestiegen. Beide Effekte bewirken statistisch günstigere Quadratmeterpreise für Gesamtösterreich“_,_ sagt Nenning. Und die sind um -1,5 % auf 4.234 Euro gesunken.
DER RÜCKGANG DER BAUTÄTIGKEIT der letzten Jahre setzt sich fort. 2021 machten Neubau und Verkäufe nach Sanierungen durch Bauträger noch 37,7 % der Wohnungstransaktionen aus, 2026 nur mehr 23,4 %. „Weniger Erstbezug führt statistisch zu tendenziell geringeren Durchschnittspreisen, vor allem im oberen Preissegment. Regional trifft das insbesondere Wien und Tirol“_, _berichtet Nenning. Der Preisaufschlag für Erstbezugswohnungen ist erstmals nach Jahren der Steigerung wieder gesunken, auf +47,5 %. Die höchsten Neubauquoten haben Vorarlberg (28,2 %) und Kärnten (26,9 %). Ausreißer sind Wien, dort sank der Anteil von 35,1 % (2024) auf 23,9 % (2026) und Tirol mit 23,2 % (2026) nach
REICHLUNDPARTNER PR
Verena Schwarzinger
Telefon: +43(0)66488249748
E-Mail: verena.schwarzinger@reichlundpartner.com
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