Korosec zu ÖGK-Plänen: Wer krank ist, braucht einen Arzt, keine Krankensteuer!

Seniorenbund-Präsidentin verlangt von der ÖGK Klarstellung statt Verunsicherung und wiederholt die Forderung: Sparen im System, nicht bei den Patienten

Als klare Absage, Patienten finanziell noch weiter zu belasten, versteht die PRÄSIDENTIN DES ÖSTERREICHISCHEN SENIORENBUNDES, INGRID KOROSEC, ihre anhaltende Kritik an den ÖGK-Plänen für Arzt-Selbstbehalte und das Aus der Wahlarzt-Rückerstattung.

_„Selbstbehalte beim Arztbesuch sind nichts anderes als eine unsoziale Krankensteuer durch die Hintertür“_, stellt Korosec klar.

Dass der Seniorenbund hier seine Kritik wiederholt, liegt für KOROSEC an der fehlenden Klarstellung der Krankenkasse: _„Ich vermisse eine eindeutige Klarstellung der ÖGK, dass diese Pläne endgültig vom Tisch sind. Dieses anhaltende Schweigen verunsichert die ältere Generation.“_

KOROSEC untermauert ihre Ablehnung mit konkreten Zahlen zu den jüngsten Mehrbelastungen für Senioren:

* HÖHERE BEITRÄGE: Der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten wurde bereits von 5,1 auf 6 Prozent angehoben, was der Kasse allein in dieser Gesetzgebungsperiode 3,3 Mrd EUR zusätzlich einbringt.
* SELBSTBEHALT BEI KRANKENTRANSPORTEN: Planbare Fahrten kosten Versicherte mittlerweile 7,55 Euro (ohne Begleitung) bzw. 15,10 Euro (mit Sanitäter) an Selbstbehalt pro Fahrt.
* KÜRZUNGEN BEIM ZAHNERSATZ: Der Selbstbehalt für unentbehrlichen Zahnersatz, wie Kronen oder Prothesen, wurde von 25 auf 30 Prozent erhöht.
* Ab 2027 müssen auch Pensionistinnen und Pensionisten das E-CARD-SERVICEENTGELT von 26,85 EUR bezahlen

_„Die absolute Belastungsgrenze ist erreicht. Die Formel „weniger Leistung und dafür mehr zahlen“ geht einfach nicht!“_, stellt KOROSEC klar.

Auch beim geplanten Aus für die Wahlarzt-Rückerstattung fordert die SENIORENBUND-PRÄSIDENTIN die richtige Reihenfolge: _„Niemand geht zum Wahlarzt, wenn ein Kassenplatz frei wäre. Zuerst muss es flächendeckend Kassenarztstellen geben. Solange Patienten monatelang auf Termine warten, sichern Wahlärzte die Versorgung. Hier den Rotstift anzusetzen, bevor die Hausaufgaben im eigenen Kassenbereich erledigt sind, ist falsch.“_

Ihr abschließender Appell an die Führung der Gesundheitskasse: _„Die ÖGK muss endlich bei den eigenen Strukturen und in der Verwaltung ansetzen. Gespart werden muss im System – niemals bei den Kranken und den Patienten.“_

Generalsekretär Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Telefon: +43 (1) 40 126 – 424
E-Mail: mschleifer@seniorenbund.at
Website: https://www.seniorenbund.at

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