ÖVP – Korosec: Wiener Seniorinnen und Senioren verdienen Anerkennung statt Belastungen

Schlanke Stadt muss bei den eigenen Strukturen und Ausgaben ansetzen, statt bei der Mobilität älterer Menschen zu sparen

„Eine Stadt, die sich sozial nennt, darf ihre älteren Menschen nicht im Stich lassen. Doch genau das passiert derzeit in Wien. Seit Jahresbeginn gibt es keinen vergünstigten Senioren-Einzelfahrschein mehr. Besonders hart trifft diese Entscheidung jene Seniorinnen und Senioren, die nur gelegentlich mit den Öffis unterwegs sind und keine Jahreskarte brauchen oder sich diese schlicht nicht leisten können. Für viele ältere Menschen bedeutet jede Fahrt ein Stück Selbstständigkeit, Lebensfreude und soziale Teilhabe. Wer hier den Sparstift ansetzt, spart am falschen Ende. Eine Schlanke Stadt muss bei den eigenen Strukturen und Ausgaben ansetzen, statt ausgerechnet bei der Mobilität älterer Menschen zu sparen“, kritisiert die Seniorensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Ingrid Korosec, anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde zu Sozialkürzungen im Wiener Gemeinderat.

Besonders brisant sind nun die Verkaufszahlen, deren Herausgabe die Wiener Linien zunächst unter Berufung auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verweigert hatten. Erst nachdem Korosec auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes vor Gericht gezogen war, mussten die Zahlen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Wien offengelegt werden. Allein 2025 wurden rund 3,7 Millionen vergünstigte Senioren-Einzelfahrscheine verkauft – bei deutlich steigender Nachfrage in den vergangenen Jahren.

„Es ist ein Armutszeugnis, dass es erst ein Gerichtsurteil braucht, damit ein städtisches Unternehmen grundlegende Verkaufszahlen offenlegt. Transparenz muss in einer Demokratie selbstverständlich sein. Die veröffentlichten Zahlen zeigen deutlich, dass der vergünstigte Senioren-Einzelfahrschein kein Randangebot war, sondern von vielen Menschen genutzt wurde. Und genau dieses Angebot hat die SPÖ-Neos-Stadtregierung ersatzlos gestrichen“, so Korosec.

„Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Steuern gezahlt und unsere Stadt mitaufgebaut haben. Menschen, die ihre Freunde besuchen, Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen oder einfach am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen. Wer aus Kostengründen zu Hause bleibt, dem drohen Einsamkeit und Isolation. Für die Budgetsanierung der Wiener Linien ist diese Kürzung nur ein überschaubarer Beitrag, für die betroffenen Seniorinnen und Senioren aber eine spürbare Belastung. Eine Schlanke Stadt bedeutet, verantwortungsvoll zu wirtschaften und die richtigen Prioritäten zu setzen – nicht, soziale Teilhabe einzuschränken. Ich fordere die SPÖ-Neos-Stadtregierung daher erneut auf, diese Entscheidung zurückzunehmen und den vergünstigten Senioren-Einzelfahrschein wieder einzuführen. Unsere Seniorinnen und Senioren verdienen Anerkennung statt Belastungen und Respekt statt Ignoranz“, so Korosec abschließend.

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