FPÖ – Fürtbauer: „Selbstbedienung in der WK-Wien – Millionenloch bei Pensionen, Funktionäre kassieren weiter“
„Während Betriebe ums Überleben kämpfen und in der Kammer bei Mitarbeitern gespart wird, läuft an der Spitze offenbar ein System der Selbstbedienung weiter. Der WK-Wien Präsident Walter Ruck gönnt sich bis zu 168.910 Euro im Jahr – also mehr als die Präsidentin der Bundeswirtschaftskammer. Vizepräsidenten der WK-Wien genießen in Einzelfällen über 84.000 Euro. Gleichzeitig reißt bei den Pensionsverpflichtungen ein Loch von rund 149 Millionen Euro auf, sobald man realistisch rechnet. Das ist ein handfester Skandal. Oben wird großzügig verteilt, unten wird konsolidiert“, so heute der freiheitliche KMU-Sprecher NAbg Michael Fürtbauer.
„Besonders brisant ist, dass die Kammer ihre Pensionsverpflichtungen mit unrealistischen Zinssätzen kleinrechnet. Mit ehrlicher, marktkonformer Bewertung fällt der Deckungsgrad auf nur noch 74 Prozent – zahlreiche Kammern sind klar unterdeckt“, so Fürtbauer und weiter: „Hier wird systematisch verschleiert, wie groß das Problem wirklich ist. Während die Unternehmer jeden Cent erarbeiten müssen, gönnt sich die Funktionärsschicht weiter hohe Bezüge und gemütliche Versorgungen.“
Die FPÖ fordert volle Transparenz bei allen Bezügen, eine harte Deckelung der Funktionärsgehälter und eine grundlegende Reform der Kammerstrukturen. „Wer Pflichtbeiträge einhebt, muss sich an höchsten Standards messen lassen, derzeit passiert aber das Gegenteil. Einmal mehr zeigt sich, dass sich nur mit einem Opting-Out aus der Pflichtmitgliedschaft an diesem ‚Privilegienparadies WKO‘ wirklich etwas ändern wird“, betonte Fürtbauer.
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