WKÖ-Präsidentin Schultz: „Großer Entlastungsschritt bei Lohnnebenkosten erreicht“

Ein Prozentpunkt mit großer Wirkung: Lohnnebenkostensenkung entlastet Betriebe spürbar – das sichert Beschäftigung und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit

„Mit dem Beschluss der Lohnnebenkostensenkung wird eine unserer zentralen Forderungen endlich Realität. Die Reduktion um einen Prozentpunkt oder ein Volumen von zwei Milliarden Euro ist die größte Senkung der vergangenen Jahrzehnte und zieht eine Reihe positiver Effekte nach sich – und zwar für die Unternehmen genauso wie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und den Wirtschaftsstandort insgesamt“, sagt Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

So werden die Unternehmen spürbar entlastet, denn die Senkung des Beitrags zum Familienlastenausgleichsfonds von 3,7 auf 2,7 Prozent ab 2028 kommt bei jedem Arbeitgeberbetrieb direkt an. Die Arbeitnehmer:innen wiederum profitieren, weil Beschäftigung und damit Kaufkraft gesichert werden, aber auch neue Jobs entstehen: Laut einer Berechnung von EcoAustria schafft eine Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt 10.000 bis 12.000 Jobs. „Und der Faktor Arbeit wird entlastet, so wie es sämtliche Wirtschaftsforscher seit Jahren fordern. Es handelt sich also um einen Prozentpunkt mit großer Wirkung, der wieder für mehr Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sorgt“, betont Schultz.

Ein Wermutstropfen sei es jedoch, dass für ältere Arbeitnehmer:innen künftig mehr Arbeitslosenversicherungsbeitrag bezahlt werden muss sowie dass das Budgetbegleitgesetz auch einige Belastungen für Unternehmen enthält, Stichwort Bankenabgabe oder Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenautos. „Wir zollen der Regierung zwar Respekt, ein Doppelbudget zustande gebracht zu haben. Doch für zukünftige Budgets erwarte ich mir mehr ausgabenseitige Maßnahmen, etwa durch Strukturreformen im Gesundheits- und Pensionssystem. Bei den Einnahmen hingegen muss es künftig in dieselbe Richtung gehen wie bei den Lohnnebenkosten: nämlich deutlich nach unten“, sagt Schultz abschließend. (PWK336/DFS)

Valentin Petritsch, MSC
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecher der Präsidentin
T 0590900 4462
E valentin.petritsch@wko.at

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