NEOS zu Causa Ruck: Es reicht nicht, wenn die Bundes-ÖVP Konsequenzen zieht

Hoyos: „Die Bundespartei hat das Richtige gemacht – jetzt ist es an der Zeit, dass auch alle weiteren Freundeskreise Walter Ruck ihre schützende Hand entziehen.“

„Der Ausschluss von Walter Ruck aus der ÖVP ist ein unmissverständliches Signal: Die Bundes-ÖVP unter Kanzler Christian Stocker hat die Zeichen der Zeit erkannt und verstanden, dass man so einen Skandal nicht einfach aussitzen und durchtauchen kann. Wer österreichische Unternehmer ,degeneriert’ nennt und ein so jenseitiges Machtverständnis und Frauenbild hat wie Ruck, hat in der Politik nichts zu suchen“, sagt NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos.

Mit dem Parteiausschluss sei es aber nicht getan, so Hoyos. „Wer österreichische Unternehmer ,degeneriert’ nennt und ein so jenseitiges Machtverständnis und Frauenbild hat wie Ruck, ist auch als Interessensvertreter für die heimische Wirtschaft völlig ungeeignet. Es gibt jetzt schlicht keine glaubwürdige Begründung mehr, Ruck weiter als Präsident der Wirtschaftskammer Wien zu stützen. Für niemanden. Wenn selbst die eigene Partei zu dem Schluss kommt, dass Walter Ruck nicht länger tragbar ist, ist es völlig unverständlich, wenn irgendwelche inner- oder außerparteilichen Freundeskreise weiterhin an ihm festhalten.“

Jeder Tag, den Ruck weiter Präsident der Wirtschaftskammer Wien bleibt, vergrößere den Schaden für die Politik, den Wirtschaftsstandort und die Betriebe in unserem Land, so Hoyos. „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich Respekt verdient – und Interessensvertreter, die ihre Interessen vertreten, nicht die eigenen. Sie erwarten zu Recht, dass Vertreter der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes über Entlastung, Standortsicherung und Bürokratieabbau diskutieren und nicht über schöne Posten für Parteifreunde und die eigene Familie. Das Vertrauen in Ruck ist dahin. Es sind jetzt alle Beteiligten gefordert, das Vertrauen in die Politik und in die Wirtschaftskammer zurückzugewinnen. Ein Wechsel an der Spitze der Wiener Wirtschaftskammer ist dafür unausweichlich.“

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