SPÖ Bäuerinnen und Bauern: Bessere Hilfe für Winzerinnen und Winzer bei Rebzikaden-Befall gesichert

Schwarzlmüller: „Wer früh handelt und damit auch benachbarte Weingärten schützt, darf daraus keinen finanziellen Nachteil haben“

Der GAP-Strategieplan (Gemeinsame Agrarpolitik) für die österreichische Landwirtschaft wird aktualisiert und die SPÖ Bäuerinnen und Bauern konnten wichtige Verbesserungen für die Winzerinnen und Winzer durchsetzen. Zentral ist das Schließen einer Förderlücke bei der Bekämpfung der Rebzikade. Diese breitet sich gerade in Österreichs Weingärten aus und verursacht enorme Schäden. Bisher erhielten Winzerinnen und Winzer eine Förderung für die Neupflanzung gerodeter Weingärten nur dann, wenn die Rodung behördlich angeordnet worden war. Künftig reicht auch ein fachliches Gutachten als Nachweis aus. Damit können Winzerinnen und Winzer schneller reagieren, wenn sie erste Anzeichen einer Krankheit erkennen. Sie müssen nicht mehr auf eine behördliche Anordnung warten und riskieren trotzdem nicht, die Förderung zu verlieren. „Wer bei den ersten Anzeichen eines Rebzikaden-Befalls rasch handelt, schützt nicht nur den eigenen Betrieb, sondern auch die Weingärten in der Umgebung. Dieses verantwortungsvolle Handeln darf nicht zum finanziellen Nachteil werden. Die Behörden arbeiten gewissenhaft – aber niemand ist näher an den Reben als die Winzerinnen und Winzer selbst“, betont Michael Schwarzlmüller, Bundesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern. ****

REBZIKADE BREITET SICH AUS

Die Amerikanische Rebzikade ist ein kleines Insekt, das eine gefährliche Rebenkrankheit überträgt. Befallene Weinstöcke bringen weniger Ertrag und können absterben. Deshalb müssen erkrankte Reben möglichst schnell entfernt werden.

Die Rebzikade breitet sich in Österreich zunehmend aus. Besonders betroffen sind das Burgenland und die Steiermark. Im Burgenland waren Anfang August 2026 bereits 45 von 182 untersuchten Proben positiv. Insgesamt bestanden dort 77 Befallszonen. „Bei dieser Krankheit zählt jeder Tag. Winzerinnen und Winzer sollen nicht aus Angst vor dem Verlust einer Förderung mit notwendigen Maßnahmen zuwarten müssen“, so Schwarzlmüller.

UNTERSTÜTZUNG BEI VERMARKTUNG UND INVESTITIONEN

Ein weiteres wichtiges Anliegen der SPÖ Bäuerinnen und Bauern ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Weinbaubetriebe bei der Vermarktung.

Derzeit ist mehr Wein am Markt als getrunken wird. Gerade kleinere Betriebe müssen daher neue Kundinnen und Kunden sowie neue Vertriebswege finden. Dazu soll nun ein eigener Prozess gestartet werden. Ziel ist es, die Qualität, Vielfalt und bäuerliche Struktur des österreichischen Weinbaus zu erhalten. Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern konnten erreichen, dass hier maßgeschneiderte Schulungsangebote entwickelt werden.

Verbessert werden auch die Investitionsförderungen. Die Fördersätze für Weinpressen, Flaschenabfüllanlagen und Lagerbehälter werden erhöht. Neu gefördert werden unter anderem größere Holzfässer und spezielle Reinigungsgeräte für den Kellerbereich.

Für diese Maßnahmen stehen ausschließlich EU-Mittel zur Verfügung, die für den Weinsektor vorgesehen sind. Ziel ist es, diese Gelder möglichst vollständig abzuholen und sinnvoll für die heimischen Winzerinnen und Winzer einzusetzen. (Schluss) bj

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