„Der Superfisch“: „Universum“ zeigt, „Wie der Lachs die Welt bewegt“ – am 22. September um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Man nennt ihn nicht umsonst SUPERFISCH. Der Lachs ist nicht nur einer der beliebtesten Speisefische der Welt, er spielt vor allem auch eine zentrale Rolle in vielen Ökosystemen. Bären, Adler, Robben und zahlreiche andere Tiere sind von ihm abhängig, und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie unersetzlich er für natürliche Lebensräume ist. Der vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Filmemacher und Meeresbiologe Rick Rosenthal rückt diese Schlüsselspezies in der neuen „Universum“-Produktion „Der Superfisch – Wie der Lachs die Welt bewegt“ am Dienstag, dem 22. September 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON in den Fokus. Auf Dreharbeiten rund um die Welt zeigt er den dramatischen Rückgang der Bestände – verursacht durch Überfischung, Zuchtfarmen, Umweltverschmutzung, Klimawandel und verbaute Wanderwege. Die gute Nachricht: Gleichzeitig beweisen viele Lachsarten eine erstaunliche Resilienz.

In der „Universum“-Dokumentation – eine Produktion von Wild Logic in Koproduktion mit dem ORF, NHK und COX Outdoors, in Zusammenarbeit mit ORF-Enterprise – begleitet Rick Rosenthal verschiedene Lachsarten auf ihrer faszinierenden Reise und erforscht die Ursachen ihres Rückgangs. Dabei wurde er auch positiv überrascht: Denn manche Arten verlassen ihre ursprünglichen Laichgebiete und erschließen neue Lebensräume. Der Film beginnt mit einem der eindrucksvollsten Naturschauspiele – der Rosalachs-Wanderung an der Küste Alaskas. Braunbären warten jedes Jahr auf dieses Ereignis, das ihre wichtigste Nahrungsquelle sichert. Auch Rosenthal zeigt sich beeindruckt: „Ich kenne kein Ökosystem, das so lebhaft ist. Und ein Tier steht im Zentrum dieses Zusammenspiels: Der Lachs, ein Wunder der Natur.“

Während der Dreharbeiten konnte der Filmemacher seltenes Tierverhalten beobachten: Etwa Robben, die gezielt einzelne Fische aus Schwärmen isolieren, oder Buckelwale, die große Mengen Lachse verschlingen. Auch aktuelle Forschungsergebnisse fließen in den Film ein: Verwesende Lachse liefern die Grundlage für einen Biofilm, der Zugvögeln als wichtige Nahrungsquelle dient. Millionen Bergstrandläufer haben ihre Routen angepasst, um diese Ressourcen zu nutzen – Rosenthal konnte dokumentieren, wie sie die Mikroorganismen aufnehmen und so Energie für ihre Weiterreise gewinnen.

Die spannende Evolution des Lachses wird ebenfalls erzählt: Ursprünglich gab es nur eine Lachsart, doch Eiszeiten trennten Populationen und führten zur Entwicklung neuer Formen wie Saibling und Forelle. Diese Anpassungsfähigkeit zeigt sich bis heute – etwa bei Königslachsen aus Chile, die den langen Weg rund um Kap Horn angetreten sind, um sich in Patagonien anzusiedeln, wo sie sich mittlerweile prächtig entwickeln und beachtliche Größen erreichen.

Doch viele menschliche Eingriffe schaden den Beständen: Fischfarmen fördern Parasiten, eingeschleppte Arten setzen heimische Populationen unter Druck und technische Barrieren erschweren die Wanderungen. In Skandinavien müssen Menschen sogar aktiv eingreifen, um bedrohten Arten das Überleben zu sichern.

Rosenthal verbindet eindrucksvolle Bilder mit einem klaren Appell: „Meine Leidenschaft für das, was ich tue, ist ungebrochen. Es ist ein Privileg, Wildtiere beobachten und filmen zu dürfen – um ihre spannenden Geschichten zu erzählen. Das kann hoffentlich ein tieferes Verständnis für den Erhalt unberührter Natur bringen. In diesem Fall geht es um wilden Lachs und seine Bedeutung. Wenn er verschwindet, haben wir wirklich etwas Einzigartiges verloren.“

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