Saubere Energie aus Bioabfällen: LIQON und Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse (EOM) besiegeln Kooperation und starten Kreislaufprojekt
Österreichische Technologie wandelt Bioabfälle vor Ort in flüssige Energie für Kühlung und Strom um. Neue Pilotanlage macht EOM unabhängiger von fossilem Gas und Strompreisen.
Die LIQON GmbH und die Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse GmbH (EOM) haben diese Woche eine langfristige Kooperation unterzeichnet. Gemeinsam errichten die Partner im Marchfeld eine Anlage, die Biobfälle aus der Gemüseproduktion in einen flüssigen, saisonal speicherbaren Energieträger umwandelt. Aus dem, was bisher am Feld oder in der Sortierung übrigbleibt, werden künftig Wärme, Kälte und Strom für die Lagerung und Aufbereitung des Marchfeldgemüses.
ERFOLGREICHE UNTERNEHMERIN BEI ENERGIEWENDE ALS UNTERSTÜTZERIN
Begleitet und unterstützt wird das Projekt von der international erfahrenen Unternehmerin Mei Shibata. Mit ihrem langjährigen Schwerpunkt auf Cleantech und Energiewende hat sie mehrere Unternehmen im Energiebereich aufgebaut und innovative Technologien erfolgreich von der Idee bis zur praktischen und wirtschaftlichen Umsetzung geführt.
KÜHLUNG IST DER GRÖSSTE ENERGIEFRESSER DER GEMÜSEREGION
Frisches Gemüse braucht eine lückenlose Kühlkette. Allein die Kühlung am EOM-Standort benötigt rund 1.600 Megawattstunden Strom im Jahr (Verbrauch von rund 460 Haushalten), dazu kommt Erdgas für Wärmeprozesse. Gleichzeitig fallen in der Region jedes Jahr große Mengen an Bioabfall an, deren Energie bisher ungenutzt bleibt. Die Kooperation schließt diesen Kreislauf: Die Abfälle aus der Produktion decken künftig den Energiebedarf derselben Produktion.
DER WEG: MESSEN, ERPROBEN, SKALIEREN
Die Zusammenarbeit ist in drei Stufen angelegt. Die laufende Messkampagne erfasst mit Energie- und Wärmezählern sowie einer eigenen Wetterstation den tatsächlichen Verbrauch am Standort. Darauf aufbauend errichtet LIQON eine Pilotanlage, die den Prozess unter realen Bedingungen demonstriert. Bei Erfolg folgt die Großanlage mit dem Ziel der vollständigen Energieautarkie des Standorts, auch im Krisenfall.
DIE TECHNOLOGIE: SAISONALE SPEICHERUNG, MADE IN AUSTRIA
Und so funktioniert es: Die patentgeschützte Technologie, zu der LIQON exklusiven Zugang hat, wandelt organischen Abfall in einen flüssigen Energieträger um, der in einfachen Tanks über Monate nahezu verlustfrei lagerbar ist. Die Energie der Ernte im Sommer steht damit im Winter zur Verfügung, und umgekehrt. Die Anlagen sind modular aufgebaut und arbeiten unabhängig vom Stromnetz, ein Ausfall der öffentlichen Versorgung unterbricht die Kühlkette nicht.
MSP ENERGY GMBH BEGLEITET WEITERENTWICKLUNG UND SKALIERUNG
Mit der MSP Energy hat LIQON einen erfahrenen Partner für die Weiterentwicklung und Skalierung seiner Waste-to-Liquid-Technologie an seiner Seite. MSP Energy begleitet LIQON dabei, die Technologie aus der praktischen Anwendung heraus weiterzuentwickeln und für weitere Einsatzbereiche zu skalieren. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit soll zugleich die Basis für zukünftige Projekte und Anwendungsfelder schaffen.
RAFFAEL WINKLER, GESCHÄFTSFÜHRER LIQON GMBH: _„Das Marchfeld ist der Gemüsegarten Österreichs, und genau dort zeigen wir, was unsere Technologie kann: Aus regionalem Bioabfall wird regionale Versorgungssicherheit. Die Energie muss nicht mehr ankommen, sie ist schon da.“_
Für DI HERBERT BUCHER, GESCHÄFTSFÜHRER ERZEUGERORGANISATION MARCHFELDGEMÜSE GMBH (EOM) ist klar: _„Unsere Mitglieder produzieren Lebensmittel, keine Abfälle. Dass unsere Produktionsreste künftig die Kühlung unseres Gemüses tragen, ist gelebte Kreislaufwirtschaft und macht uns ein Stück unabhängiger von den Energiemärkten und garantiert unseren Kunden auch in Krisenzeiten eine Versorgung mit unserem Gemüse.“_
Überzeugt von der Technologie ist Unternehmerin MEI SHIBATA, GESCHÄFTSFÜHRERIN VON MSP ENERGY: _„LIQON zeigt, wie aus einer innovativen Idee eine konkrete Lösung für eine der großen Herausforderungen unserer Zeit werden kann. Das Marchfeld ist dafür ein idealer Ausgangspunkt – mit dem Potenzial, dieses Modell künftig auch auf andere Regionen und Branchen zu übertragen.“_
ÜBER LIQON
LIQON GmbH
Raffael Winkler
Telefon: +43 664 5048008
E-Mail: office@liqon.at
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