ÖVP – Keri: Kinder- und Jugendanwaltschaft braucht eigenes Gesetz und mehr Unabhängigkeit
Bericht bestätigt Überbelegung aller Krisenzentren 2025: ÖVP fordert echte Fehlerkultur in der MA 11 und Fallkonferenzen nach Vorbild des Gewaltschutzes
Der Tätigkeitsbericht 2025 der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien bestätigt die dramatische Lage in den Krisenzentren der MA 11. Monatelang waren alle Krisenzentren mit bis zu 15 statt acht Kindern überbelegt, eines musste wegen Personalmangels schließen. Kindergartenkinder werden gemeinsam mit straffälligen Jugendlichen betreut. „Das sind nicht unsere Worte, das ist der Befund der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Wir reden seit Jahren darüber, und es wird nicht besser“, kritisiert die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Sabine Keri.
Keri fordert eine echte Fehlerkultur in der MA 11, etwa durch Fallkonferenzen nach Vorbild des Gewaltschutzes. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Entscheidend ist, dass die MA 11 schneller reagiert und ehrlich zu sich selbst ist. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, dass sich Fehler nicht wiederholen.“
Auf Initiative der Wiener Volkspartei wird daher gemeinsam mit den Grünen ein Antrag für ein eigenes Gesetz für die Kinder- und Jugendanwaltschaft eingebracht. „Kinder und Jugendliche sollen nicht nur gehört werden, ihre Stimme muss auch zählen. Wer eine starke und unabhängige Kinder- und Jugendanwaltschaft will, muss ihr auch eine eigene gesetzliche Grundlage geben“, so Keri abschließend.
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