Klimastreik: Greenpeace protestiert für Waldschutz im Kampf gegen Klimakrise
Umweltschutzorganisation fordert EU-Gesetz für globalen Waldschutz
Wien (OTS) – Beim globalen Klimastreik protestiert Greenpeace in Österreich heute mit einem Baum-Aktivisten und einem 10 Meter langen Transparent für den Schutz der Wälder im Kampf gegen die Klimakrise. Im Rahmen der Demonstration zeigt die Umweltschutzorganisation auch eine Fotoausstellung mit Bildern vom zerstörten Amazonas-Regenwald, der immer weiter für die industrielle Landwirtschaft und Fleischproduktion vernichtet wird. Dabei sind Regenwälder für den globalen Klimaschutz essenziell. Greenpeace fordert daher den Stopp des Handelspaktes EU-Mercosur, der die Zerstörung des Amazonas weiter anheizen würde. Stattdessen müsse die EU-Kommission ein starkes Gesetz für globalen Waldschutz auf den Weg bringen, so Greenpeace.
“Verlieren wir den Amazonas-Regenwald, dann verlieren wir auch den Kampf gegen die Klimakrise”, erklärt Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace in Österreich. “Trotzdem wird der größte Regenwald auf unserem Planeten im Eiltempo zerstört. Die EU darf nicht mehr länger zusehen, wie Produkte aus Waldzerstörung auf den EU-Markt gelangen”, sagt Meus. Zwischen 2019 und 2020 wurden im größten Regenwald der Welt über 600 Millionen Bäume gerodet. Studien zeigen, dass der Handelspakt EU-Mercosur die Waldzerstörung in Südamerika weiter beschleunigen würde. Allein durch die steigenden Rindfleischexporte in die EU könnten die Rodungen vor Ort um fünf Prozent steigen.
Wälder und Moore sind die größte Kohlenstoffsenke an Land. Weltweit binden und speichern sie rund 800 Milliarden Tonnen CO2. Das macht sie essentiell für ein stabiles Klima. Allein der Amazonas speichert bis zu 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff – etwa so viel, wie alle EU-Länder in 26 Jahren an Treibhausgasen ausgestoßen haben. Doch bis heute hat der Regenwald bereits rund 17 Prozent seiner ursprünglichen Fläche verloren. WissenschafterInnen gehen davon aus, dass der Amazonas-Regenwald ab einem Verlust von 20 Prozent Fläche seine wichtige Klimaschutzfunktion verlieren wird. Daher will die EU-Kommission noch dieses Jahr ein Gesetz für den globalen Waldschutz vorschlagen. Greenpeace fordert ein strenges Vorgehen, mit dem verhindert wird, dass Produkte aus Waldzerstörung den EU-Markt erreichen. “Die österreichische Bundesregierung muss sich umgehend für ein starkes Waldschutzgesetz einsetzen und sich gleichzeitig gegen das folgenschwere Klimakiller-Abkommen EU-Mercosur stellen -ohne Wenn und Aber. Nur so können wir Wälder wie den Amazonas und damit uns alle gegen die Klimakrise schützen”, erklärt Meus.
Bildmaterial finden Sie in Kürze unter:
http://bit.ly/2021_Klimastreik
Fotomaterial steht unter Angabe der Credits für die redaktionelle Nutzung kostenlos zur Verfügung.
Christian Steiner
Pressesprecher
Greenpeace in Central- and Eastern Europe
Tel.: + 43 (0) 664 816 9711
E-Mail: christian.steiner@greenpeace.org
Lukas Meus
Waldexperte
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 8169713
E-Mail: lukas.meus@greenpeace.org
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