GLOBAL 2000 fordert gesetzliche Chemikalien-Kennzeichnung
Besonders besorgniserregende Stoffe werden in Frankreich nun gekennzeichnet – Österreich muss dringend nachziehen.
Wir Menschen kommen täglich mit unzähligen Chemikalien in Kontakt. Viele davon sind schädlich für unsere Gesundheit oder die Umwelt. Sie können beispielsweise krebserregend sein oder sich in Organen anreichern. Diese erwiesenermaßen schädlichen Chemikalien werden SUBSTANCES OF VERY HIGH CONCERN (KURZ SVHCS) oder „BESONDERS BESORGNISERREGENDE STOFFE“ genannt und von der europäischen Chemikalienagentur ECHA festgelegt. Trotz ihrer negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt können sie in allen möglichen Alltagsgegenständen vorkommen – und das völlig legal. SVHCs sind nämlich weiterhin erlaubt, sie unterliegen lediglich einer Auskunftspflicht Um also zu erfahren, ob ein Produkt diese schädlichen Chemikalien enthält, müssen Konsumentinnen und Konsumenten diese Information bei den Unternehmen anfordern. Die UMWELTSCHUTZORGANISATION GLOBAL 2000 fordert nun die gesetzlich verankerte Kennzeichnung aller besonders besorgniserregenden Stoffe direkt auf der Verpackung, um einen bewussten Konsum zu erleichtern.
In den vergangenen Jahren testete GLOBAL 2000 immer wieder Produkte. Im Schnitt enthielten etwa 16% der getesteten Produkte SVHCs in bedenklichen Mengen.
„Die negativen Auswirkungen von SVHCs auf Menschen und Umwelt sind nicht zu unterschätzen,“ so Tassilo Nordmeyer, Chemikalien-Experte bei GLOBAL 2000. „Unternehmen müssen in die Verantwortung genommen werden. Sie müssen gewährleisten, dass die Produkte in unseren Regalen unbedenklich, oder zumindest entsprechend gekennzeichnet sind.“
Frankreich als Vorreiter
Marcel Ludwig, GLOBAL 2000 Pressesprecher, marcel.ludwig@global2000.at, +4369914200020
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