Neßler: Verpflichtender Ausbauplan der Kinderbetreuung für Länder und Gemeinden notwendig
Grüne zum Monitoring-Bericht Elementare Bildung: „Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf geht es endlich voran, aber es bleibt viel zu tun“
„Viele Eltern haben es gerade jetzt in der Ferienzeit gespürt, was es heißt, wenn die Kinderbetreuungsangebote fehlen. Auch wenn der Monitoring-Bericht zur Kinderbetreuung zeigt, dass wir uns dank der Grünen Regierungsbeteiligung nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf endlich in die richtige Richtung bewegen, gibt es noch lange keinen Grund zu feiern. Wir sind erst am Ziel, wenn es in ganz Österreich eine kostenlose Kinderbetreuung gibt, die das ganze Jahr und den ganzen Tag geöffnet hat. Damit wirklich jede Familie selbst entscheiden kann, wie sie ihr Leben gestalten will“, sagt Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen, zum heute präsentierten Monitoring-Bericht der Statistik Austria zur elementaren Bildung.
Neßler sieht die Länder und Gemeinden in der Pflicht und fordert einen verpflichtenden Ausbauplan: „In vielen Gemeinden gibt es immer noch keine ausreichende Kinderbetreuung. Viel zu oft haben Landesregierungen oder Bürgermeister noch die Haltung: ‚Die Mama wirds schon richten. Die Frauen bleiben eh daheim‘. Viele Familien werden so seit Jahren im Stich gelassen und das darf nicht sein“, erklärt Neßler. „Es wurde noch nie so viel Geld wie unter Grüner Regierungsbeteiligung für den Ausbau zur Verfügung gestellt. Die Gemeinden haben keine Ausreden mehr. Damit Familien allerdings nicht länger vom guten Willen des jeweiligen Bürgermeisters abhängig sind, braucht es einen verpflichtenden Ausbauplan“, erklärt Neßler im Kontext des 4,5 Milliarden Pakets.
Familien haben genau das nicht, wovon die ÖVP immer spricht, aber zu wenig dafür tut: Wahlfreiheit. „Wenn ich kein ausreichendes Kinderbetreuungsangebot habe, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dass ich als Frau zu Hause bleibe. Mit einer Großelternkarenz wird das dann auf die Oma abgewälzt und das hat nichts mit Freiwilligkeit zu tun. Familien dürfen nicht länger im Stich gelassen werden. Statt Ausreden und abwälzen der Verantwortung an Mütter und Großeltern braucht es verlässliche, kostenlose und flächendeckende Kinderbetreuung in ganz Österreich“, hält die Familiensprecherin der Grünen fest.
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