FPÖ – Brückl zu Wiederkehr: „Entbürokratisierungsoffensive in den Schulen stärkt die Autonomie – die Probleme werden aber bleiben!“
„Zuerst sollte sich der NEOS-Minister auf die brennenden Herausforderungen im Schulbereich konzentrieren!“
„Die heutige Ankündigung von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr, wonach schon im nächsten Schuljahr 80 Prozent der Anweisungen aus dem Ministerium an die Schulen reduziert werden sollen, ist wohl im Sinne der Schulautonomie ein guter Schritt, der auch die Verantwortung ein Stück weit mehr in Richtung der Schulen verlagert, er wird jedoch an den wirklichen Baustellen wenig ändern. Die anstehenden Probleme werden dadurch nicht weniger werden“, so FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl in Richtung des NEOS-Bildungsministers.
„Genauso, wie man beim Hausbau zuerst mit einem soliden Fundament beginnen sollte, gilt dies auch im Bildungsbereich. Solange es massive Personalprobleme bei den Lehrern gibt, solange nicht sichergestellt ist, wie die daraus resultierenden Unterrichtsausfallquote gesenkt werden kann, solange sind die Ankündigungen bezüglich des Bürokratieabbaus doch nur ein Nebenschauplatz. Zuerst sollte sich Wiederkehr auf die brennenden Herausforderungen im Schulbereich konzentrieren. Der Ausbau der Schulautonomie ist zwar schön, löst aber tatsächlich kein einziges Problem“, betonte Brückl.
„Wesentlich erscheint in diesem Zusammenhang auch die Frage zu sein, welche Kapazitäten Wiederkehr durch den Bürokratieabbau in seinem eigenen Ministerium freischaufeln kann. Wenn nämlich 80 Prozent der Anweisungen an die Schulen ohnehin unnötig sind, dann schafft das ja auf der anderen Seite Kapazitäten für möglicherweise unterbeschäftigte Beamte und Vertragsbedienstete. Was am Ende mit diesen passieren wird, ist uns der NEOS-Minister bei seiner Ankündigung nämlich schuldig geblieben“, sagte Brückl.
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