FPÖ – Hafenecker: „Widersprüche, dubiose BMI-Schulungen und weitere Ungereimtheiten im Fall Pilnacek!“

Mit jeder Befragung kommen mehr Details ans Licht, die das offizielle Narrativ der ÖVP weiter in sich zusammenfallen lassen.

„Mit jeder einzelnen Auskunftsperson erfahren wir mehr darüber, was tatsächlich am Tag des Auffindens des Leichnams abgelaufen ist“, so zog der freiheitliche Fraktionsvorsitzende im Pilnacek-Untersuchungsausschuss, NAbg. Christian Hafenecker, MA, eine Zwischenbilanz nach der heutigen Befragung.

„Obwohl die Auskunftsperson Polizist ist, wurde er als Zeuge zu seiner Tätigkeit als Feuerwehrmann geladen. Er beschreibt die Leiche als ‚gräulich, bläulich‘, der Baggerfahrer hingegen sprach von ‚komplett weiß wie ein Papier‘. Ein Zeuge hat nur eine Polizeistreife von zwei Beamtinnen und den Baggerfahrer gesehen, der Baggerfahrer sah jedoch auch bereits Anna P. und Frau Wurm. Der Feuerwehrmann hat ebenfalls ein Feuerzeug bei der Leiche gefunden, von einem USB-Stick wisse er jedoch nichts. Auch eine Smartwatch hat er am Leichnam nicht gesehen. Zudem bestätigte der Zeuge, dass es bereits frühmorgens ein Gespräch mit dem Bruder von Anna P. im Feuerwehrauto gab, bei dem dieser angab, dass er, seine Schwester und sein Vater Pilnacek zusammen bereits länger gesucht haben – obwohl diese selbst behauptet, erst um sieben Uhr mit der Suche begonnen zu haben. Das sind keine Nebensächlichkeiten, das sind grundlegende Widersprüche, die die Notwendigkeit dieses Untersuchungsausschusses mehr als nur unterstreichen!“

Besonders bezeichnend sei für Hafenecker die Rolle des Innenministeriums. Dass das ÖVP-geführte Innenministerium Polizisten, die als Zeugen im U-Ausschuss geladen sind, eine „Schulung“ anbiete, sei „an Absurdität kaum zu überbieten, gerade in einem Fall, wo es um mögliche politische Einflussnahme geht“. Hafenecker kritisierte: „Hier sieht man, wie weit die Arme des tiefen Staates reichen. Man bietet den Beamten ‚Hilfestellung‘ an. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage: Was waren die genauen Inhalte dieser Schulungen? Wurde hier nur über Rechte und Pflichten aufgeklärt, oder wurde den Zeugen nahegelegt, was sie sagen sollen und was besser nicht? Der Verdacht der versuchten Einflussnahme steht jedenfalls massiv im Raum!“

Abschließend fasste Hafenecker zusammen: „Diese Beispiele zeigen, wie wichtig unsere Arbeit in diesem Ausschuss ist. Mit jeder Befragung wird das Bild der wahren Abläufe klarer und es zeigt sich, dass nur wir Freiheitliche die nötige Hartnäckigkeit an den Tag legen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen!“

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