FPÖ – Schuh: „Für Kostenwahrheit und Technologieoffenheit in der Energiedebatte!“

Stellvertretender freiheitlicher Umweltsprecher fordert ehrliche Debatte über Energie-Importe und einen realistischen Plan für die Versorgungssicherheit Österreichs

In der heutigen Nationalratssitzung forderte der stellvertretende FPÖ-Umweltsprecher, NAbg. Mag. Harald Schuh, mehr Ehrlichkeit und eine breitere Perspektive in der österreichischen Energiedebatte. Anlässlich des Bekenntnisses zum Anti-Atom-Kurs kritisierte Schuh den Widerspruch, dass Österreich sich als atomfrei darstelle, während gleichzeitig Atomstrom importiert werde. „Eine ehrliche Debatte erfordert, dass wir auch über die importierte Energie sprechen. Sich als atomfrei zu feiern, aber gleichzeitig Atomstrom aus dem Ausland zu beziehen, ist ein Widerspruch, den die Regierung der Bevölkerung erklären muss“, so Schuh.

Der stellvertretende freiheitliche Umweltsprecher stellte klar, dass die FPÖ die Kernenergie in ihrer jetzigen Form ablehne. „Solange die Technologie nicht zu 100 Prozent sicher und das Problem des Atommülls nicht nachhaltig gelöst ist, ist diese Form der Energiegewinnung abzulehnen.“ Gleichzeitig plädierte Schuh für einen technologieoffenen Zugang in der Forschung, um zukünftige Optionen nicht zu verbauen. „Wir sollten vermeiden, dass wir uns aufgrund einer allzu dogmatischen Haltung von heute in die Abhängigkeiten von morgen begeben. Die Forschung an neuen Technologien darf nicht von vornherein ausgeschlossen werden.“

Zudem stellte Schuh die zentrale Forderung nach umfassender Kostenwahrheit über alle Energieformen hinweg. Es sei zwar richtig, die unkalkulierbaren Risiken und Kosten der Atomkraft zu thematisieren, doch müsse dieselbe Genauigkeit auch bei anderen Energieformen angewendet werden. „Die Forderung nach Kostenwahrheit muss für alle Energieträger gelten. Die von den Konsumenten getragenen Kosten für den Netzausbau, die Rentabilitätsgarantien für Windparks oder die steigenden Pachtpreise durch Agri-PV-Anlagen müssen in einer ehrlichen Gesamtbetrachtung genauso berücksichtigt werden“, erklärte der stellvertretende FPÖ-Umweltsprecher.

Abschließend mahnte der FPÖ-Abgeordnete einen realistischen Gesamtplan für die Energieversorgung des Landes ein. „Der steigende Energiebedarf wird sich nicht durch das Streichen einzelner Lieferanten oder einen überstürzten Ausstieg aus fossilen Energieträgern decken lassen. Wir erwarten von der Regierung einen klaren, umsetzbaren Plan für die Versorgung Österreichs mit leistbarer Energie, der unseren Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sichert und nicht ideologischen Zielen opfert.“

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