FPÖ – Kolm/Ranzmaier: „Unterinntalbahn keinesfalls verzögern – Verkehrspolitik wird sonst internationale Farce und Standortbremse!“

„Ohne leistungsfähige Zuläufe wird Brennerbasistunnel zum teuersten Nadelöhr Europas“

Die Tiroler FPÖ-Nationalratsabgeordneten Barbara Kolm und Christofer Ranzmaier übten heute deutliche Kritik an den aufgedeckten Verzögerungsüberlegungen beim Ausbau der Unterinntalbahn an SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke. „Wer den Ausbau der Unterinntalbahn bewusst verzögert oder an politische Entwicklungen in Bayern knüpft, riskiert den Kollaps der gesamten Verlagerungsstrategie auf die Schiene“, so Ranzmaier.

„Der Brennerbasistunnel kann seine Wirkung nur mit funktionierenden Zulaufstrecken entfalten. Zuläufe müssen rasch leistungsfähig werden, sonst werden sie das Nadelöhr des Tunnels, und wir machen aus diesem Milliardenprojekt das teuerste Tunnelbaumuseum der Welt“, erklärte Ranzmaier, der darauf verwies, dass die Problematik seit Jahren bekannt ist.

„Wir haben bereits 2025 in einer parlamentarischen Anfrage darauf hingewiesen, dass ohne funktionierende und leistungsfähige Zulaufstrecken der Brennerbasistunnel seinen Nutzen nicht entfalten kann. Wer die Unterinntalbahn jetzt verzögert, macht den Tunnel zum teuersten Nadelöhr Europas. Österreich hat damals zu Recht Deutschland kritisiert. Wer jetzt selbst aber die eigene Unterinntalbahn verzögert, verliert jedes Argument gegenüber Berlin“, betonte Ranzmaier.

Auch aus wirtschaftspolitischer Sicht sei die Entwicklung hoch problematisch, betonte Kolm: „Die Unterinntalbahn zu verzögern, ist eine weitere Standortbremse. Moderne Verkehrsinfrastruktur ist kein Luxus, sondern ein zentraler Standortfaktor. Wer zentrale Handelsachsen ausbremst, schwächt Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Investitionen im gesamten Alpenraum.“ Kolm verwies dabei auf grundlegende ökonomische Prinzipien: „Im Sinne freiheitlicher Wirtschaftspolitik gilt, dass Infrastruktur dort ausgebaut werden muss, wo Nachfrage besteht, und Engpässe entstehen. Der Brennerkorridor ist eine der wichtigsten Handelsachsen Europas, ihn politisch auszubremsen, ist wirtschaftspolitisch widersinnig.“

Zugleich unterstrich Kolm die ordnungspolitische Dimension: „Beschränkungen im Transitverkehr sind nur dann legitim, wenn gleichzeitig leistungsfähige Alternativen geschaffen werden. Wer jetzt die Schiene schwächt, verliert jede Grundlage für Eingriffe auf der Straße.“

„Es handelt sich auch um eine Frage staatlicher Verlässlichkeit. Österreich verliert jede Glaubwürdigkeit gegenüber Deutschland und der EU, wenn es die eigene Infrastruktur nicht zeitgerecht fertigstellen will. Wer von anderen Tempo verlangt, darf selbst nicht stehenbleiben“, betonten Kolm und Ranzmaier.

Abschließend forderten die beiden Tiroler Nationalratsabgeordneten einen klaren verkehrs- und wirtschaftspolitischen Kurswechsel von der schwarz-rot-pinken Regierung: „Der Ausbau der Unterinntalbahn muss rasch und ohne politische Spielchen umgesetzt werden. Alles andere gefährdet nicht nur die Entlastung der Straße, sondern auch den Wirtschaftsstandort Österreich.“

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