AK-Wiedereinstiegsmonitor: Kärntner Väter wollen in Karenz, doch Hürden stehen im Weg

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle AK-Wiedereinstiegsmonitor der Arbeiterkammer, der von L&R Sozialforschung erstellt wurde.

„Du bist der beste Papa der Welt“ – diesen Satz hören und lesen am kommenden Sonntag viele Kärntner anlässlich des Vatertags. Immer mehr Väter möchten aktiv Zeit mit ihren Kindern verbringen. Dennoch verhindern gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen häufig eine längere Auszeit. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle AK-Wiedereinstiegsmonitor der Arbeiterkammer, der von L&R Sozialforschung erstellt wurde. „Die gesetzlichen Reformen der vergangenen Jahre zeigen zwar Wirkung, weil sich immer mehr Väter für Papamonat und Elternkarenz interessieren, dennoch besteht noch deutlicher Aufholbedarf“, stellt AK-Präsident Günther Goach fest.

MEHR ZEIT FÜR FAMILIE

Das Arbeitsrecht verankert wichtige Schutz- und Freistellungsmöglichkeiten für Väter: vom Sonderurlaub direkt nach der Geburt über die Pflegefreistellung bis hin zum Papamonat und zur klassischen Väterkarenz sowie zur späteren Elternteilzeit, die jeweils mit einem besonderen Kündigungs- und Entlassungsschutz verbunden sind. „In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan, Gesetze wurden angepasst, Bezüge zugunsten der Väter erhöht. In unserer täglichen Beratung zeigt sich, dass dank der Reformen das Interesse der Kärntner am Papamonat oder der Väterkarenz steigt“, erklärt Michaela Eigner-Pichler, Referatsleiterin Beruf, Familie und Gleichstellung in der AK Kärnten. Besonders die Verdoppelung des Familienzeitbonus auf aktuell rund 54,87 Euro pro Tag während des einmonatigen Papamonats hat sich positiv ausgewirkt.

INTERESSE DER VÄTER STEIGT

Trotz des steigenden Interesses liegt das südlichste Bundesland aber bei der tatsächlichen Umsetzung der Väterkarenz nach wie vor im hinteren Drittel. Wenn Kärntner in Karenz gehen, dann meist nur für die gesetzliche Mindestdauer von zwei Monaten. Eigner-Pichler „Das Einkommen ist ein entscheidender Faktor für die Aufteilung der Karenz. Verdient die Frau gleich viel oder mehr als ihr Partner, wird die Karenz öfter geteilt.“ AK-Präsident Goach stellt klar: „Mehr Väterbeteiligung ermöglicht Männern eine aktivere Rolle in der Kinderbetreuung. Davon profitieren Familien insgesamt. Mütter können einfacher ins Berufsleben zurückkehren, womit sich die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen verringert.“

REFERAT BERUF, FAMILIE & GLEICHSTELLUNG: bfg@akktn.at oder 050 477-1005

Mirela Nowak-Karijasevic

Arbeiterkammer Kärnten
Öffentlichkeitsarbeit

Bahnhofplatz 3
9021 Klagenfurt am Wörthersee

Telefon: 050 477-2409
E-Mail: m.nowak@akktn.at
Website: https://kaernten.arbeiterkammer.at

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