FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Strategische Gasreserve verlängern, jedoch hohe Einsparungsmöglichkeiten nutzen!“
Bis zu 50 Prozent Kosteneinsparung möglich! Versorgungssicherheit ja, aber mit Kostendisziplin, Transparenz und Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern
„Die strategische Gasreserve ist für Österreichs Versorgungssicherheit notwendig. Genau deshalb haben wir bereits im April einen Antrag im Nationalrat eingebracht, der auf eine kosteneffiziente Ausgestaltung der Speicherverträge abzielt. Dieser Antrag wurde von den Regierungsparteien im Wirtschaftsausschuss jedoch auf Eis gelegt“, erklärten die FPÖ-Energiesprecher und Nationalratsabgeordneten Axel Kassegger und Paul Hammerl.
Die Kosten der Speicherung seien mittlerweile ein erheblicher Faktor. Die reinen Speicherkosten stiegen von 93,8 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 124,7 Millionen Euro im Jahr 2025. „Nach uns vorliegenden Informationen besteht aber ein massives Einsparungspotenzial. Die Speicherverträge können deutlich günstiger, möglicherweise sogar um bis 50 Prozent, ausgestaltet werden. Genau deshalb braucht es vor einem Beschluss volle Transparenz über die Kalkulation und die konkrete Vertragsstruktur. In Abkehr von der strategischen Ölreserve wird die strategische Gasreserve nicht vom Nutzerkollektiv, sondern von allen Steuerzahlern über das Bundesbudget finanziert. Hier muss jeder Euro so effizient wie möglich eingesetzt werden“, so die beiden Energiesprecher.
„Gerade weil es hier um erhebliche öffentliche Mittel geht, haben wir für den morgigen Hauptausschuss sowohl die E-Control als Regulierungsbehörde als auch die ASGM, also jenes Unternehmen, das die Speicherverträge für die strategische Gasreserve ausschreibt und abschließt, eingeladen. Es muss vor einem Beschluss transparent dargelegt werden, welche Vertragsvarianten geprüft wurden, welche Kostenpositionen tatsächlich notwendig sind und ob vorhandene Einsparungspotenziale vollständig ausgeschöpft werden“, so Kassegger und Hammerl.
Gerade bei der Ausschreibung seien einige Kostendämpfungsmaßnahmen unumgänglich. „Ein- und Ausspeicherungskosten dürfen nur dann verrechnet werden, wenn sie tatsächlich anfallen, denn Gasreserve ist ein Notvorrat für den Krisenfall und kein reguläres Handelsprodukt, mit dem täglich am Markt gearbeitet wird. Es brauche einheitliche Qualitätsstandards für alle Anbieter und eine längere Vertragslaufzeit, um teure Umlagerungen des Gases zu vermeiden. Versorgungssicherheit ja, aber mit Kostendisziplin, Transparenz und Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern“, so die beiden Abgeordneten abschließend.
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