Österreichische Nationalbibliothek informiert über Digitalisierungsstrategie und Nutzung digitaler Bestände

DIE ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK FÜHRT SEIT ÜBER 20 JAHREN GROSSANGELEGTE DIGITALISIERUNGSINITIATIVEN DURCH, UM ORIGINALE ZU SCHÜTZEN UND DIE BESTÄNDE FÜR EINE BREITE NUTZUNG DURCH ÖFFENTLICHKEIT UND FORSCHUNG ZU ÖFFNEN.

Mittlerweile wurden daher ca. 3,8 Mio. Objekte digitalisiert und kostenfrei zugänglich gemacht. Im Hinblick auf Fragestellungen seitens der IG Autorinnen Autoren informiert die Österreichische Nationalbibliothek über ihre Zusammenarbeit mit Google.

Seit 2011 erfolgt die Digitalisierung, neben der eigenen Durchführung, auch in Form einer nicht exklusiven Zusammenarbeit mit Google. Dies entspricht ca. 20 % des Gesamtvolumens an Digitalisaten, im Umfang von bisher 753.000 urheberrechtsfreien Werken aus dem Zeitraum 1501–1906. Die Österreichische Nationalbibliothek trifft die Auswahl der zu digitalisierenden, urheberrechtsfreien Werke und setzt dabei die gesetzlichen Vorgaben sowie ihre eigenen hohen Qualitätsstandards um.

Google hat nicht die alleinigen Nutzungsrechte an den Daten. Die Österreichische Nationalbibliothek veröffentlicht die Digitalisate kostenfrei auf ihren eigenen Online-Portalen und stellt die umfangreichen Inhalte dem Kulturpool und der europäischen Kulturplattform Europeana zur Verfügung.

Der Kooperationsvertrag mit Google wurde 2010 abgeschlossen. Die Österreichische Nationalbibliothek hat Google zu keinem Zeitpunkt explizit KI-Verwertungsrechte eingeräumt, eine Nutzung zu diesen Zwecken aber auch nicht ausgeschlossen. Die Vereinbarung mit Google verpflichtet die Österreichische Nationalbibliothek zur Vertraulichkeit.

Ungeachtet dessen, wer Digitalisate anfertigt (intern oder mit externen Partnern), ist es mittlerweile gängige Praxis, dass KI-Bots unterschiedlicher Herkunft Online-Material aus Bibliotheken als Quelle für KI-Trainings heranziehen. Kultureinrichtungen weltweit stehen vor der Herausforderung, einerseits den Nutzer*innen einen möglichst offenen Zugang zu den Quellen zu ermöglichen und andererseits ihre Bestände und Ressourcen zu schützen.

Als zentrale Gedächtnis- und Wissensinstitution des Landes berücksichtigt die Österreichische Nationalbibliothek die Chancen und Risiken von KI-Technologien. Aus diesem Grund hat sie als eine der ersten Kulturinstitutionen Österreichs eine eigene KI-Policy entwickelt, die ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte adressiert. In diesem Zusammenhang bietet die Österreichische Nationalbibliothek auch unterschiedliche Trainingsangebote zur Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit KI an.

Der respektvolle Umgang mit dem ihr anvertrauten Kulturgut ist die zentrale Verantwortung der Österreichischen Nationalbibliothek. Nicht nur aufgrund des gesetzlichen Auftrages – Sammeln, Erschließen, Vermitteln und Bewahren – sondern auch aus Achtung und Anerkennung des geistigen Eigentums der Autor*innen.

Österreichische Nationalbibliothek

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