WKÖ-Höllerer: „Kapitalmarkt stärker als Vorsorgeinstrument nutzen“

Banken und Versicherungen begrüßen Ankündigung des Bundeskanzlers zu einem „Zukunftsdepot“ – Branche für konstruktive Zusammenarbeit bereit und pocht auf pragmatische Umsetzung

Erfreut reagiert der Obmann der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Michael Höllerer, auf den Vorstoß von Bundeskanzler Christian Stocker, der im ORF-Sommergespräch ein „Zukunftsdepot“ für den langfristigen Vermögensaufbau der nächsten Generation vorgestellt hat: „Wenn die Politik beginnt, den Kapitalmarkt als Vorsorgeinstrument zu begreifen, ist das ein erfreulicher und notwendiger Schritt. Andere Länder zeigen seit Jahren, wie sich der Kapitalmarkt für langfristigen Vermögensaufbau und als Starthilfe für junge Menschen nutzen lässt. Der Vorstoß des Bundeskanzlers ist daher grundsätzlich zu begrüßen. Auch, weil er ein Beitrag zu aktiver Finanzbildung sein kann. Zu hoffen bleibt, dass der Ankündigung eine konkrete Umsetzung folgt und sich auch jene überzeugen lassen, die den Kapitalmarkt bislang vor allem als Spekulation abgetan haben.“

Über einen Zeitraum von 18 Jahren wäre das angedachte Zukunftsdepot ein erheblicher Startvorteil für junge Menschen: „Gerade das jährliche Ansparen, der Zinseszinseffekt und vor allem die Befreiung von der Kapitalertragssteuer können über die Zeit durchaus bemerkenswerte Beträge ergeben. Wünschenswert wäre, wenn der Staat die Möglichkeit zur KESt-Befreiung auch auf andere Vorsorgeprodukte ausweiten würde“, so Höllerer.

Zugleich warnt der Obmann der WKÖ-Bundessparte Bank und Versicherung vor bürokratischen Hürden und einer überkomplexen Ausgestaltung: „Die Idee ist simpel: Der Staat ermöglicht steuerlich begünstigte Anlagen in ausgewählte Kapitalmarktprodukte. Österreichs Banken und Versicherungen stehen mit ihrer Expertise bereit, die Politik bei Konzeption und Ausarbeitung zu unterstützen. Der Erfolg dieser Maßnahme hängt davon ab, ob sie in der Praxis administrierbar ist und der Fokus auf der nachhaltigen Wertsteigerung des Depots liegt. Alles, was die Attraktivität des österreichischen Kapitalmarkts erhöht, ist positiv zu bewerten.“ (PWK406/JHR)

Wirtschaftskammer Österreich

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