ESET auf der it-sa 2026: MDR, KI und digitale Souveränität im Fokus
Der IT-Sicherheitshersteller ESET geht mit drei aktuellen, miteinander verknüpften Trendthemen auf die diesjährige Security-Messe „it-sa 2026“ (27. bis 29. Oktober in Nürnberg). Im Mittelpunkt stehen die eigenen Angebote für Managed Detection and Response. Die Security-Dienstleistungen und Lösungs-Bundles erfreuen sich höchster Beliebtheit, wie eine kürzliche veröffentlichte ESET-Umfrage im Gesundheitswesen zeigt. Eng damit verknüpft ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Gefahrenabwehr. Ende September stellt ESET dazu die nächste Ausbaustufe seines B2B-Portfolios vor. Dabei geht es sowohl um den weiteren Ausbau eigener KI-Technologien innerhalb der ESET PROTECT Plattform als auch um neue Risiken durch KI-Agenten. Als thematische Messe-Klammer dient wie in den Vorjahren die „Digitale Souveränität“, die sich ESET auf die Fahnen geschrieben hat. Der ESET Messestand befindet sich in Halle 9, 434.
ESET MDR: WENN DER ANGRIFF NACH FEIERABEND KOMMT
Cyberangriffe halten sich nicht an Bürozeiten. Für Unternehmen bedeutet das: Wer Bedrohungen früh erkennen und eindämmen will, braucht auch nachts und am Wochenende ein wachsames Auge auf seine IT. Ein eigenes Security Operations Center rund um die Uhr zu besetzen, ist jedoch für viele Organisationen weder personell noch wirtschaftlich realistisch. Wie relevant eine durchgehende Sicherheitsüberwachung ist, lässt sich auch am aktuellen ESET MDR Threat Report ablesen. Im zweiten Quartal 2026 ereignete sich ein Viertel der erfassten Sicherheitsvorfälle außerhalb der üblichen Arbeitszeit zwischen 8 und 17 Uhr.
Dabei treffen die MDR-Teams auf sehr unterschiedliche Angriffsmuster. Zuletzt registrierten sie unter anderem mehr ClickFix-Attacken sowie erneute Angriffe auf Microsoft SQL Server. Nicht jede verdächtige Aktivität sieht auf den ersten Blick nach einem ernsthaften Vorfall aus. Häufig entsteht das eigentliche Bild erst, wenn mehrere Signale zusammenlaufen und im richtigen Kontext bewertet werden. Genau hier setzt MDR an.
Mit ESET MDR und ESET MDR Ultimate bietet ESET Managed Services, die rund um die Uhr verfügbar sind. Telemetrie und Threat Intelligence liefern den technischen Kontext, Automatisierung unterstützt bei der Auswertung. Security-Analysten prüfen die Vorfälle, setzen Prioritäten und greifen ein, wenn eine Reaktion erforderlich ist. Für Unternehmen, die MDR als Bestandteil eines umfassenderen Sicherheitspakets einsetzen möchten, stehen außerdem ESET PROTECT MDR und ESET PROTECT MDR Ultimate auf Basis der ESET PROTECT Plattform zur Verfügung.
ESET KI: MIT EIGENER KI-TECHNOLOGIE SOUVERÄN ATTACKEN ABWEHREN
KI ist mit dem ESET AI Advisor längst Teil des Arbeitsalltags von MDR-Teams. Sie unterstützt dabei, große Datenmengen auszuwerten und relevante Ereignisse schneller zu priorisieren. Die Entscheidung, wie ein Vorfall einzuordnen ist und welche Reaktion erforderlich wird, bleibt jedoch Aufgabe erfahrener Security-Spezialisten. Nach Angaben von ESET vergehen von der Erkennung bis zur Behebung eines Vorfalls im Durchschnitt sechs Minuten.
Künstliche Intelligenz schafft gleichzeitig neue Angriffsflächen. Generative KI, Coding-Assistenten und vor allem autonome Agenten bringen Komponenten ins Unternehmensnetz, die bisher kaum eine Rolle spielten. Wie real das Risiko ist, zeigen aktuelle ESET-Analysen: Die Sicherheitsforscher untersuchten rund 900.000 AI Skills aus verbreiteten Repositories. 25.000 davon galten als verdächtig, mehr als 3.000 als eindeutig bösartig. Solche Skills können Daten abgreifen, Malware nachladen oder das Verhalten eines Agenten manipulieren.
Auf diese Entwicklung reagiert ESET mit einer neuen Ausbaustufe seines B2B-Portfolios, die Ende September vorgestellt wird. Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Schutzmechanismen für das KI-Ökosystem und autonome Agenten sowie der weitere Ausbau eigener KI-Technologien für Erkennung, Analyse und Reaktion. Die neuen Funktionen werden in die ESET PROTECT Plattform eingebunden und ergänzen dort die vorhandenen Schutzebenen.
DIGITALE SOUVERÄNITÄT HEISST NICHT DIGITALE ABSCHOTTUNG
Ein weiterer Schwerpunkt des ESET-Auftritts ist die digitale Souveränität. In dieser Debatte geht es häufig zuerst um den Speicherort von Daten. Bei Cybersecurity-Technologien reicht das nicht aus. Sicherheitsplattformen verarbeiten umfangreiche Telemetriedaten und liefern Informationen, auf deren Grundlage Unternehmen kritische Entscheidungen treffen. Deshalb zählt auch, wo eine Technologie entwickelt wird, wer über ihre Weiterentwicklung entscheidet und welchem rechtlichen Rahmen ein Anbieter unterliegt.
Für ESET gehört dazu zugleich die Zusammenarbeit über Unternehmens- und Landesgrenzen hinweg. Digitale Souveränität bedeutet schließlich nicht, sich technologisch abzuschotten. Europa braucht eigene Sicherheitskompetenz, muss diese aber dort einbringen, wo Cyberresilienz nur gemeinsam erreicht werden kann.
Diesen Ansatz unterstreicht die strategische Partnerschaft, die ESET im Mai 2026 mit der NATO eingegangen ist. Die nicht kommerzielle Zusammenarbeit soll den Austausch über aktuelle und neue Cyberbedrohungen vertiefen und die Widerstandsfähigkeit im Cyberspace stärken. ESET bringt dabei seine Erkenntnisse aus der weltweiten Bedrohungsforschung und seine Erfahrung beim Schutz kritischer Infrastrukturen ein. Der Austausch von Informationen und Best Practices soll dazu beitragen, Angriffe früher zu verstehen und die gemeinsame Abwehr zu verbessern.
ESET greift die genannten Trendthemen in seinem Vortragsprogramm, in Halle 9/ Forum F, auf.
DIENSTAG, 27.10, 11:00 BIS 11:15 UHR, SOWIE DONNERSTAG, 29.10, 11:00 BIS 11:15 UHR
Michael Schröder spricht unter dem Titel „FÜR EINE HANDVOLL KRYPTO – WIE CYBERKRIMINELLE IHRE KI-TOOLS GEGEN SIE EINSETZEN“ über ungeschützte LLM-Interaktionen, autonome KI-Agenten, Vibe Coding und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken.
MITTWOCH, 28.10., 10:45 BIS 11:00 UHR
In „MÄNNER DIE AUF DASHBOARDS STARREN – ODER LIEBER EIN KI-GESTÜTZTER MDR-SERVICE?“ zeigt Michael Schröder, wie KI-gestütztes MDR und menschliche Security-Expertise zusammenspielen und warum Sicherheitsüberwachung nicht an klassischen Bürozeiten enden kann.
MITTWOCH, 28.10., 14:45 BIS 15:00 UHR
Thomas Hemker geht in „VERTRAUEN DURCH TECHNOLOGIE. VERTRAUEN IN TECHNOLOGIE.“ der Frage nach, warum digitale Souveränität mehr umfasst als Datenresidenz und Hosting in Europa.
ESET Deutschland GmbH
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