Salzburgerin vertritt Österreichs Jugend bei der UN-Generalversammlung

UN-Jugenddelegierte Katharina Reisenbauer spricht heute vor dem 3. Komitee der UN-Generalversammlung. Sie fordert mehr Mitsprache für junge Menschen bei politischen Entscheidungen.

Wer heute politische Entscheidungen trifft, gestaltet die Zukunft junger Menschen. Ihre Perspektiven müssen daher stärker in politische Prozesse einfließen. Mit dieser Botschaft ist UN-Jugenddelegierte Katharina Reisenbauer zur UN-Generalversammlung nach New York gereist. Als Teil der offiziellen österreichischen Delegation setzt sie sich dafür ein, dass die Politik jungen Menschen stärker zuhört und ihre Anliegen berücksichtigt.

EIGENE REDE VOR DEM 3. KOMITEE

Junge Menschen stehen heute vor vielen Herausforderungen, die ihr Leben und ihre Zukunft beeinflussen. Steigende Lebenshaltungskosten machen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben schwieriger und unsichere Jobs erschweren die Zukunftsplanung. Auch Diskriminierung und die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit beschäftigen viele junge Menschen.

Darauf wird Katharina Reisenbauer in ihrer Rede vor dem 3. Komitee der UN-Generalversammlung aufmerksam machen. Sie fordert, junge Menschen stärker einzubinden, statt ihre Meinung lediglich durch Befragungen einzuholen: „Jugendbeteiligung darf nicht nur bedeuten, dass junge Menschen angehört werden. Es muss auch darum gehen, dass ihre Perspektiven tatsächlich in politische Entscheidungen einfließen. Junge Menschen müssen direkt an den Tisch geholt werden und ihre Sicht mit Politiker*innen teilen“, so die 25-jährige Salzburgerin.

SIDE-EVENT ZU GESCHLECHTERGERECHTER GESUNDHEITSVERSORGUNG

Neben ihrer Arbeit im Rahmen der österreichischen Delegation organisiert Katharina Reisenbauer während ihres Aufenthalts in New York ein Side-Event. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsversorgung geschlechtergerechter gestaltet werden kann.

Dabei geht es insbesondere um strukturelle Benachteiligungen von Mädchen, Frauen und nicht-binären Personen im Gesundheitssystem. „Gesundheitsversorgung muss die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Bedürfnisse von Menschen berücksichtigen, aber das ist nach wie vor noch nicht der Fall. Deshalb wollen wir mit jungen Menschen darüber diskutieren, wo es noch Lücken gibt und was es braucht, um das zu ändern“, erklärt Reisenbauer.

ÜBER DAS UN-JUGENDDELEGIERTENPROGRAMM DER BJV

Die Bundesjugendvertretung (BJV) setzt sich für die Interessen junger Menschen und für verbindliche Jugendbeteiligung auf allen politischen Ebenen ein. Seit 2012 ermöglicht das UN-Jugenddelegiertenprogramm der BJV jungen Menschen, internationale Politik aktiv mitzugestalten. Das Mandat läuft jeweils über zwei Jahre. Ein Höhepunkt ist die Teilnahme an der UN-Generalversammlung in New York.

Die aktuelle UN-Jugenddelegierte Katharina Reisenbauer ist 25 Jahre alt, kommt aus Salzburg und hat an der Sciences Po in Paris studiert. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich in unterschiedlichen internationalen Jugendbeteiligungsprojekten.

LIVE-ÜBERTRAGUNG DER REDE

Katharina Reisenbauers Rede kann ab heute, 1. Oktober, ab ca. 18 Uhr MEZ hier live mitverfolgt werden: https://webtv.un.org/en. Weitere Fotos stehen unter bjv.at/ueber-die-bjv/presse zum Download bereit.

Bundesjugendvertretung

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