ORF-Programmschwerpunkt zu den Midterm-Wahlen in den USA
Vom 28. Oktober bis 8. November mit u. a. „ZIB Wissen“, „WELTjournal“, „WeltWeit“, „Der Professor und der Wolf“ & „zeit.geschichte“-Abend in ORF III
Auch wenn die sogenannten „Midterms“ am 3. November 2026 in den USA „nur“ Repräsentantenhaus und Senat betreffen, so besteht kein Zweifel, dass der Wahlausgang die Politik der USA und damit die Weltpolitik die kommenden zwei Jahre unmittelbar beeinflussen wird. Dementsprechend widmet der ORF diesem Wahlgang einen großen Programmschwerpunkt – der sich von 28. Oktober bis 8. November erstreckt und dabei u. a. „WELTjournal“ und „WELTjournal +“ (28. Oktober), „WeltWeit“ (30. Oktober), „ZIB Wissen“ (3. November), „Der Professor und der Wolf“ (3. November), verlängerte „ZIB“-Ausgaben, „Hinter den Schlagzeilen“ und „Fokus Europa“ (jeweils am 4. November) und die ORF-Premieren von „The Apprentice – The Trump Story“ sowie „Trump – Die Spur des Geldes“ (8. November) beinhaltet. ORF III zeigt am 31. Oktober einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Abend über „Die Trump Show“. Auch die ORF-Radios widmen sich den Midterms, etwa Ö1 mit einem „Journal-Panorama – Klartext“ am 4. November, FM4 beschäftigt sich am 3. und 4. November ausführlich mit dem Wahlgang. ORF.at informiert im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über wichtige Ereignisse, Statements und Themen der heißen Wahlkampfphase. Am 3. November und an den darauffolgenden Tagen etwa begleitet ORF.at die TV- und Radio-Berichterstattung zur Wahl laufend – u. a. mit einem Live-Ticker.
Mittwoch, 28. Oktober, 22.30 Uhr, ORF 2
„WELTjournal: Mein Leben unter Trump“
In den USA herrscht Hochspannung vor den Midterms, den Zwischenwahlen Anfang November. Präsident Trump und seine Republikaner könnten ihre Mehrheit im Kongress verlieren. Das „WELTjournal“ zeigt das ebenso persönliche wie politische Filmtagebuch der Journalistin Marine Pradel, die hautnah erlebt, wie sich der Alltag der Menschen in den USA unter Trump verändert hat. Marine Pradel ist akkreditierte Korrespondentin im Weißen Haus und wohnt in einem multikulturellen Viertel in Washington, das zuletzt zu über 90 Prozent demokratisch gewählt hat. In ihrer Nachbarschaft leben zahlreiche Beamte im öffentlichen Dienst, die durch Trumps Kürzungspolitik ihren Job verlieren, und viele lateinamerikanische Einwanderer, die schockiert sind über die brutale Vorgangsweise und die Abschiebungen der Einwanderungsbehörde ICE. Pradel filmt aber auch alle möglichen Formen des Widerstands von Bürgerinnen und Bürgern, die für ihre Demokratie kämpfen. Gestaltung: Marine Pradel
Mittwoch, 28. Oktober, 23.25 Uhr, ORF 2
„WELTjournal +: Kalifornien – Bastion gegen Trump“
Kalifornien ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich erfolgreichste US-Bundesstaat, gilt als liberal, vielfältig und weltoffen – und sieht sich als Bastion gegen die autoritäre Politik von US-Präsident Trump.
„WELTjournal +“ zeigt, wie sich der Konflikt zwischen der Trump-Regierung und Kalifornien im Sommer 2025 dramatisch zuspitzt. Als es zu Protesten gegen das brutale Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE kommt, entsendet Trump das Militär nach Los Angeles – ein Tabubruch. Unter dem demokratischen Gouverneur Gavin Newsom setzt sich Kalifornien zur Wehr. Der Konflikt wird vor Gericht ebenso ausgetragen wie in der Einwanderungspolitik, an Universitäten und im Bildungswesen. Gestaltung: Alice Cohen und Gilles Biassette
Freitag, 30. Oktober, 21.20 Uhr, ORF 2
„WeltWeit: Zeitenwende. Wie sehr hat Trump die Welt verändert?“
Bei den Midterms werden die innenpolitischen Weichen für das Amerika der Zukunft gestellt. Die „WeltWeit“-Reporter:innen schauen sich an, wie stark Trumps zweite Amtszeit inzwischen im Sinne des „Butterfly Effects“ als Flügelschlag einen Tornado in der gesamten Welt ausgelöst hat:
In Brasilien wird Amerikas neuer Kolonialismus deutlich. Anstelle von Bodenschätzen geht es jetzt um grüne Energie. Ein Wasserkraftwerk an der Grenze zu Paraguay liefert enorme Mengen Strom, der den Menschen billig zur Verfügung steht. Nun läuft der Vertrag über die Stromnutzung zwischen den beiden Ländern aus. Ein amerikanischer Tech-Konzern will die Karten neu mischen und in Paraguay ein Mega-Rechenzentrum errichten, das mit billigem Strom aus dem Kraftwerk betrieben werden soll. Lena Hager ist in der Grenzregion unterwegs und fragt nach, welche Folgen das für Mensch und Natur hat.
Donald Trump hat klar gemacht, dass er an guten Beziehungen zu China und dessen Staatschef Xi Jinping interessiert ist. Den US-Verbündeten in der Region – allen voran Japan – fühlt sich Trump dagegen nicht mehr so stark verpflichtet. Und das hat Folgen für die Geopolitik: Im Schatten der amerikanischen Abwesenheit hat China ein neues Selbstbewusstsein erlangt und will seinen Machtanspruch in Ostasien ausbauen. Parallel will Japan militärisch aufrüsten, um wieder mehr Gewicht auf der internationalen Politbühne zu haben. Alexandra Siebenhofer schaut sich an, welche Rolle Taiwan in diesem Konflikt spielt und welche Gefahren diese neue Weltordnung birgt.
Dass die jahrzehntelangen guten transatlantischen Beziehungen mit Trumps zweiter Präsidentschaft in die Brüche gegangen sind, hat Europa eine – wenn auch unfreiwillige – Emanzipation beschert. Allem voran in Sachen Verteidigungspolitik. Estland gilt als Vorzeigeland bei der Vorbereitung auf den Ernstfall: an der russischen Grenze entsteht derzeit die „Baltic Defense Line“, eine koordinierte Verteidigungslinie der baltischen Staaten mit Panzergräben und Bunkerkomplexen. Doch auch beim Schutz der zivilen Infrastruktur spielt Estland eine Schlüsselrolle: Levira, der größte Betreiber der nationalen Rundfunk- und Telekommunikationsinfrastruktur, entwickelt neuartige Warnsysteme, die selbst dann verlässlich funktionieren, wenn reguläre Mobilfunk- und Internetverbindungen zusammenbrechen. Benedict Feichtner erhält einen exklusiven Zugang zum 314 Meter hohen Fernsehturm von Tallinn, in dessen Untergrund ein Hochsicherheitsrechenzentrum liegt – geschützt von meterdickem Stahlbeton. Hier bereitet man sich auf Cyberattacken, langanhaltende Stromausfälle und kinetische Angriffe vor.
Dienstag, 3. November, 20.15 Uhr, ORF 2
„ZIB Wissen: Midterm Wahlen in den USA – Trump auf dem Prüfstand“
Es ist die wichtigste Wahl des Jahres. In den USA werden hunderte Sitze im Kongress neu vergeben. Was steht bei den Midterms auf dem Spiel? Können die Demokraten die Mehrheit von den Republikanern zurückholen? Der Ausgang entscheidet darüber, wie die zweite Hälfte von Trumps Amtszeit verläuft. ORF-Korrespondenten waren im ganzen Land unterwegs, um die Stimmung einzufangen. In der Sendung wird nach Texas und Washington geschaltet, und die Wahl mit 3D-Grafiken im Studio erklärt. Zu Gast bei Nadja Bernhard und Tarek Leitner ist USA-Kennerin Sandra Navidi.
Dienstag, 3. November, 23.45 Uhr, ORF 1
„Der Professor und der Wolf – Schicksalswahl für Donald Trump“
Für Präsident Trump sind die Midterms eine entscheidende Wahl, denn bisher hatte „seine“ republikanische Partei in beiden Kammern die Mehrheit. Wie gut sind die Chancen der oppositionellen Demokraten auf einen Wahlsieg? Wäre Trump dann eine „Lame Duck“? Oder regiert er danach sogar noch extremer – innenpolitisch mit präsidentiellen Dekreten und mit außenpolitischen Abenteuern? Das analysieren Politologe und USA-Experte Peter Filzmaier und „ZIB 2“-Moderator Armin Wolf in einer neuen Folge von „Der Professor und der Wolf“.
Mittwoch, 4. November, ab 7.00 Uhr, ORF 2
Die „ZIB“-Ausgaben am Morgen und zu Mittag werden auf 15 Minuten (7.00 und 8.00 Uhr) bzw. 25 Minuten (9.00 Uhr) und 50 Minuten (13.00 Uhr) verlängert. 45 lang und damit ebenfalls verlängert ist um 22.00 Uhr die „ZIB 2“.
Mittwoch, 4. November, 16.20 Uhr, ORF 2
Hinter den Schlagzeilen
Studiogast ist Martin Weiss, Diplomat und ehemaliger österreichischer Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika.
Mittwoch, 4. November, 22.50 Uhr, ORF 2
Fokus Europa
Die Sendung beschäftigt sich u.a. mit folgenden Themen:
Europa sucht neue Partner in Südamerika statt der USA. Kann das Geschäft mit Brasilien die Ausfälle in den USA ersetzen? Rainer Mostbauer war in Brasilien unterwegs und hat sich bei Firmen und Diplomaten umgehört, wie sie zu den USA und Europa stehen.
Der mächtige Abwesende – wie US-Präsident Trump die Arbeit der EU verändert ohne jemals da zu sein: Eine Spurensuche in Brüssel von Johannes Perterer führt durch ratlose EU-Institutionen, die bis heute rätseln, wie sie Donald Trump besänftigen könnten.
Studiogast zu beiden Themen ist auch hier Diplomat Martin Weiss, ehemaliger österreichischer Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika.
Sonntag, 8. November, 20.15 Uhr, ORF 1
ORF-Premiere: „The Apprentice – The Trump Story“
Frei nach wahren Begebenheiten zeichnet Regisseur Ali Abbasi den Aufstieg von Donald Trump (Sebastian Stan) zum Immobilien-Tycoon nach. Mit dem skrupellosen Rechtsanwalt Roy Cohn (Jeremy Strong) als Mentor an seiner Seite nützt er jede Gelegenheit, um sein Imperium zu vergrößern. Oscar-Nominierungen für Stan Sebastian und Jeremy Strong!
Sonntag, 8. November, 22.10 Uhr, ORF 1
ORF-Premiere: Trump – Die Spur des Geldes
Donald Trump verändert Amerika – und zwar grundlegend. Sein Amt als amerikanischer Präsident nützt er, um sein privates Vermögen zu vergrößern. Engste Familienmitglieder und loyale Vertraute wickeln profitbringende Geschäfte ab. Tech-Milliardäre werden zum gemeinsamen Dinner eingeladen, um Trump zu loben. Kritischen Personen wird hingegen gedroht – auch vor laufender Kamera. Mitarbeiter:innen und Whistleblower geben Einblicke in Trumps autoritäre Business-Strategien. Hat er einst vor Bitcoins gewarnt, fördert und liberalisiert er jetzt den Handel digitaler Währungen. Zumal seine Söhne an ihren Krypto-Geschäften Millionen verdienen. Von christlichen Fundamentalisten wird Trump als jener Auserwählte angesehen, der die USA wieder erstarken lässt. Dabei lässt er Justiz und Bürokratie umbauen. Kontrollmechanismen werden ausgeschaltet. Korruption, Geldwäsche und dubiose Gegengeschäfte werden nicht aufgedeckt.
ORF III am Samstag, 31. Oktober
20.15 Uhr
„zeit.geschichte: Die Trump Show – Das Jahr nach der Wiederwahl“ (1/3)
Im ersten Teil der dreiteiligen Doku steht die höchst turbulente und einst enge Beziehung zwischen Donald Trump und Elon Musk im Fokus. Wie die intensive Zusammenarbeit im Wahlkampf werden auch ihr öffentlicher Streit über einzelne Punkte von Donald Trumps Politik und die Jeffrey-Epstein-Akten beleuchtet.
21.05 Uhr
„zeit.geschichte: Die Trump Show – Das Jahr nach der Wiederwahl“ (2/3)
Donald Trump verfolgt eine ehrgeizige Agenda zur Umgestaltung der Vereinigten Staaten von Amerika. Anscheinend hat er seine Lektionen gelernt und will sich jetzt durch nichts und niemanden aufhalten lassen. Dabei scheut er nicht davor zurück, demokratische Normen zu brechen, auf denen die USA gegründet worden sind.
21.55 Uhr
„zeit.geschichte: Die Trump Show – Das Jahr nach der Wiederwahl“ (3/3)
Donald Trump verfolgt in der Außenpolitik eine ungewöhnliche Agenda. Dabei ist er gezwungen, wichtige Entscheidungen darüber zu treffen, in welchen Kriegen und auf welcher Seite er sich engagieren will. Trumps lockere Strategie lässt dabei alle im Ungewissen, denn niemand weiß, was als Nächstes passieren wird.
22.50 Uhr
„zeit.geschichte: Stormy Daniels – Trumps verhängnisvolle Affäre“
Es passiert nicht oft, dass ein Porno-Star Polit-Geschichte schreibt, doch Stormy Daniels hat in den USA, wenn auch unfreiwillig, genau das getan. Über Monate beherrschten die Schweigegeldzahlung von Donald Trump an die Porno-Darstellerin und -Regisseurin die Schlagzeilen: mit einer Überweisung von 130.000 US-Dollar wollte Trump sich im Präsidentschaftswahlkampf vor sechs Jahren peinliche Nachrichten über eine sexuelle Begegnung mit Stormy Daniels am Rande eines Golf-Turniers ersparen. Weil er die Schweigegeldzahlung unrechtmäßig als Anwaltshonorar verbuchte, wurde Trump als erster ehemaliger US-Präsident strafrechtlich verurteilt. In „zeit.geschichte“ erzählt die heute 45-jährige Stormy Daniels selbst die Geschichte ihrer verhängnisvollen Affäre.
Die US-Midterms in den ORF-Radios
Auch in den ORF-Radios sind die Zwischenwahlen in den USA selbstverständlich Thema: Abseits der aktuellen Berichterstattung widmet sich Ö1 unter anderem im Rahmen eines „Journal-Panorama – Klartext“ am Mittwoch, den 4. November, ausgiebig den Midterm Elections. In einer Live-Diskussion ordnen Expertinnen und Experten das Wahlergebnis ein und erörtern mögliche Folgen für Europa und die Welt. Radio FM4 berichtet bereits am Wahltag, dem 3. November, in der „Morning Show“ und der Sendung „OK FM4“ über die aktuellen Entwicklungen und fasst die wichtigsten Informationen für das FM4-Publikum zusammen. Am Mittwoch, dem 4. November, schließlich steht die Phone-in-Sendung „FM4 Auf Laut“ ganz im Zeichen der US-Wahl. Mit Expertinnen und Experten sowie mit Korrespondentinnen und Korrespondenten aus den USA werden die Wahlergebnisse gemeinsam mit Stimmen aus der Hörerschaft analysiert.
Die US-Midterms auf ORF.at, ORF ON und im ORF TELETEXT
ORF.at informiert im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über wichtige Ereignisse, Statements und Themen der heißen Wahlkampfphase. Am 3. November und den darauffolgenden Tagen begleitet ORF.at die TV- und Radio-Berichterstattung zur Wahl laufend (u.a. mit einem Live-Ticker), berichtet über Exit Polls, Hochrechnungen und Ergebnisse, analysiert die Wahl und bringt US- sowie internationale Reaktionen. Auf ORF ON werden die TV-Sendungen und -Beiträge des Programmschwerpunkts sowie die aktuelle Wahl- und Nachberichterstattung jeweils in eigenen Videokollektionen bereitgestellt. Der ORF TELETEXT bringt auf seinen Außenpolitik-Seiten alle aktuellen Infos zum US-Wahlkampfgeschehen sowie am Wahltag und den Folgetagen laufend Berichte über den Stand bzw. die Ergebnisse der Wahl, das Geschehen vor Ort sowie Reaktionen.
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