FHK: FORWIT-Empfehlung bestätigt FH/HAW als Hebel für Studienerfolg und Fachkräftesicherung

Valorisierung der Studienplatzfinanzierung ist Voraussetzung für Qualität, Ausbau und neue Bildungsformate

Die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) sieht in der aktuellen FORWIT-Empfehlung _„Erfolgreich studieren in Österreich – Potenziale nutzen, Chancengerechtigkeit stärken, Zukunft gestalten“_ eine klare Bestätigung ihrer zentralen Forderungen: Die Studienplatzfinanzierung muss verlässlich valorisiert, der FH/HAW-Sektor gezielt ausgebaut und angewandte Forschung strukturell abgesichert werden. Ohne Wertsicherung verlieren Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften realen Handlungsspielraum – zulasten von Qualität, Betreuung, Innovation und Studienerfolg.

„Die Empfehlung zeigt sehr klar: Österreich muss vorhandene Bildungspotenziale besser nutzen. Genau hier leisten unsere Hochschulen seit Jahrzehnten einen entscheidenden Beitrag. Sie verbinden strukturierte Studienorganisation, Praxisorientierung und hohe Arbeitsmarktrelevanz – und ermöglichen damit ein Studium, das planbar, effizient und erfolgreich absolviert werden kann“, so FHK-Präsidentin Ulrike Prommer.

Aus Sicht der FHK ist besonders relevant, dass der Bericht die oft kritisch als „verschult“ bezeichnete FH/HAW-Studienorganisation neu einordnet. Kohorten, fixe Stundenpläne, klare Strukturen und verbindliche Rahmenbedingungen schaffen Planungssicherheit. Sie helfen Studierenden, in der Regelstudienzeit abzuschließen, erhöhen die Absolvent:innenzahlen und bringen dringend benötigte Fachkräfte schneller auf den Arbeitsmarkt.

„Was oft als Verschulung kritisiert wird, ist in Wahrheit ein Erfolgsfaktor: klare Orientierung, verlässliche Lehrorganisation, gute Betreuung und ein Studienverlauf, der auf Abschluss statt auf Verzögerung angelegt ist. Das ist nicht weniger akademisch, sondern besser organisiert“, betont FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik.

Der Bericht macht deutlich: Ein Ausbau der FH/HAW-Kapazitäten stärkt soziale Durchlässigkeit, entlastet das Hochschulsystem und unterstützt Zukunftsfelder wie MINT, Umwelt- und Energietechnologien, Gesundheit und Soziales. Gleichzeitig eröffnet er neue Perspektiven für Bildungsformate wie „Applied Natural Sciences“, „Liberal Arts“ und Lifelong Learning. FH/HAW können hier rasch, qualitätsgesichert und arbeitsmarktnah neue Angebote entwickeln.

„Unsere Hochschulen sind prädestiniert dafür, neue Bildungsformate rasch, qualitätsgesichert und arbeitsmarktnah zu entwickeln. Applied Sciences bedeutet nicht nur angewandte Forschung, sondern auch angewandte Bildung: nah an den Herausforderungen der Gesellschaft, der Unternehmen und der Regionen“, so FHK-Präsidentin Prommer.

Auch bei der Internationalisierung sieht die FHK wichtige Potenziale. Internationale Studierende sind ein Fachkräftepool, wenn Zulassung, Aufenthalt, Studienerfolg und Übergang in den Arbeitsmarkt besser verzahnt werden. Damit wird Hochschulpolitik unmittelbar zur Standortpolitik.

„Der FORWIT-Bericht zeigt: Österreich hat kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Wenn wir Potenziale heben, Chancen nutzen und den Hochschulraum strategisch weiterentwickeln wollen, müssen Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gestärkt werden. Sie sind einer der wirksamsten Hebel für Studienerfolg, soziale Durchlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.“, so FHK-Generalsekretär Koleznik abschließend.

Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Mag. Kurt Koleznik
Telefon: 0664/4244294
E-Mail: kurt.koleznik@fhk.ac.at

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