VP-Mahrer/Olischar/Schlosser: Grüne Parkplatzvernichtung in Neubau
Verkehrspolitik mit Vernunft sieht anders aus – Grüne Parteiideologie streicht ersatzlos 125 Parkplätze
Wien (OTS) – „Laut der in Planung befindlichen Umgestaltung der Bernardgasse in Neubau sollen die gesamten 125 Parkplätze wegfallen. Die Neupflanzung von Bäumen und Grünbereichen ist grundsätzlich zu begrüßen, allerdings müssen Parkalternativen geboten werden – die Autos sind trotzdem da“, so der Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, Stadtrat Karl Mahrer, über den geplanten Umbau der Bernardgasse in eine Wohnstraße.
Der Hintergrund: Im Zuge der Erneuerung der Wasser- und Stromleitungen in der Bernardgasse soll auch die Oberfläche neu gestaltet werden. Der Planungsprozess läuft bereits seit Herbst 2021, die Grabungsarbeiten sollen Anfang 2023 starten. Derzeit befindet sich das Projekt in der Detailplanung, die Präsentation des finalen Entwurfs ist für August 2022 vorgesehen. „Zwar konnten die Anrainerinnen und Anrainer in einer Beteiligungsphase ihre Wünsche wie die Platzierung von Sitzgelegenheiten und Grünelementen für die Bernardgasse neu einbringen, aber die Frage nach Parkmöglichkeiten blieb unbeantwortet“, so VP-Bezirksparteiobfrau Christina Schlosser, die die Vorgehensweise des Bezirks kritisiert: „Es gab keine Diskussion dazu in der Bezirksvertretung. Die Streichung der gesamten Parkplätze in der Bernardgasse passiert still und heimlich.“
Anzahl der Neuzulassungen in Wien steigend
„Generell steigt die Anzahl der in Wien zugelassenen Autos weiter an, wie Zahlen der Statistik Austria zeigen“, erklärt die Verkehrssprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Elisabeth Olischar und rechnet vor: „Als Wohnstraße wird es in der Bernardgasse laut den aktuellen Plänen keinen einzigen Parkplatz mehr geben. Vom Wegfall der rund 125 Parkplätze sind über hundert Haushalte unmittelbar betroffen.“
Auch sei der Verlagerungseffekt in die umliegenden Straßenzüge bei der Planung nicht berücksichtigt worden. Ob die Anrainerinnen und Anrainer in der Umgebung einen Parkplatz finden, ist allerdings fraglich, da auch in der Schottenfeldgasse im Zuge der Umgestaltung einige Parkplätze wegfallen. Ebenso wird die Verkehrsberuhigung in der Lerchenfelder Straße, die sowohl an Neubau als auch an die Josefstadt grenzt, den Wegfall vieler Parkplätze mit sich bringen. „Offenbar wird hier nicht über Bezirksgrenzen hinweg gearbeitet und geplant. Verkehrspolitik mit Vernunft sieht anders aus!“, so Mahrer abschließend.
Die Wiener Volkspartei
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