Grüne Wien/Pühringer, Kraus zum Ende der Hitzewelle: „Komplettversagen des Bürgermeisters, Komplettversagen der Stadtregierung“

SPÖ & Neos haben beim Hitzeschutz versagt – andere Städte waren besser vorbereitet oder haben rasch reagiert – Bürgermeister hat auf Herausforderungen der Zukunft keine Antwort

Nach fast zwei Wochen Rekordhitze wird für den heutigen Mittwoch endlich Abkühlung für die hitzegeplagte Wiener Bevölkerung erwartet. So sehr das Ende der Hitzewelle herbeigesehnt wird, so wenig kann der Temperaturrückgang über das katastrophale Hitzeschutz-Management von SPÖ und Neos hinwegtäuschen. „Die Rekordhitze ist schwer zu ertragen, aber noch schwerer zu ertragen ist die Untätigkeit dieser Stadtregierung. Während ganz Wien unter der sengenden Hitze ächzt, versagen SPÖ und Neos beim Hitzeschutz auf ganzer Linie. Die Stadtregierung präsentiert sich hilflos und planlos“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Wiener Grünen. Wien sei für die Hitze in Zeiten der Klimakrise nicht gewappnet. „Die Hitze kam so früh wie noch nie, sie war so heftig wie noch nie und sie blieb so lange wie noch nie – gleichzeitig war eine derartige Hitzewelle aber erwartbar und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächste kommt. Offensichtlich wurde aber: Die Stadtregierung ist auf die Hitze denkbar schlecht vorbereitet“, so Peter Kraus, Parteivorsitzender Grüne Wien.

KEINE SOFORTHILFE, KEIN HITZESCHUTZPLAN

Die Hitzewelle fördert eine lange Liste des Hitze-Versagens von Rot-Pink zu Tage: „Die bei jeder Gelegenheit angepriesenen ‚Coolen Zonen‘ bleiben auch am Wochenende bei 40 Grad zu, in den Schulen wird ein normaler Unterricht bei extrem hohen Temperaturen unmöglich und in den Krankenhäusern und Pensionist:innenhäuser der Stadt leiden die Patient:innen und älteren Menschen unter der Hitze. Was die Stadtregierung aufführt, ist kein angemessenes Hitzeschutz-Management“, so Pühringer und Kraus. Gegen den Hitze-Irrsinn an Wiens Schulen & Kindergärten haben die Wiener Grünen eine Petition ins Leben gerufen.

SPÖ KANN HERAUSFORDERUNGEN DER ZUKUNFT NICHT BEANTWORTEN

„Bürgermeister Ludwig ist während der gesamten Hitzewelle komplett untergetaucht. Der Bürgermeister kann keine Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft geben. Die gefährlichste Auswirkung der Klimakrise ist die Hitze, aber die SPÖ schafft es nicht, Wien entsprechend zu wappnen“, kritisiert Pühringer – und weiter: „Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt, aber wie lautet der rot-pinke Plan fürs nächste Mal?“

BEST-PRACTICE-BEISPIELE VON FLORENZ BIS PRAG – NUR WIEN BLEIBT UNTÄTIG

Beispiele aus anderen europäischen Städten zeigen, dass es möglich ist, schnell und unbürokratisch auf die Hitze zu reagieren. In Prag und Rom rückte etwa die Feuerwehr aus, um asphaltierte Flächen zumindest kurzfristig zu kühlen. Florenz hat am Wochenende 53 Räumlichkeiten als Hitze-Zufluchtsorte geöffnet, ähnliche Maßnahmen gab es auch in anderen Städten Italiens. In Zagreb war der Zutritt zu den Freibädern der Stadt am Hitze-Wochenende gratis und Städte wie Madrid oder Barcelona haben längst verstanden, dass ausnahmslos alle U-Bahnen runtergekühlt werden müssen. „Andere Städte sind besser vorbereitet und haben vorgemacht, dass rasche Soforthilfe bei extremer Hitze möglich ist. Nachdem es die Stadtregierung nicht schafft, einen ordentlichen Hitzeschutzplan auf den Tisch zu legen, muss der Bürgermeister als kurzfristige Maßnahme bei der nächsten Hitzewelle zumindest einen Krisenstab ins Leben rufen, um rasch einschreiten zu können“, so Pühringer.

MEHR HITZE-TOTE ALS VERKEHRS-TOTE

„Die Stadtregierung hat das Ausmaß der Hitze-Problematik noch immer nicht begriffen. In Österreich sterben mehr Menschen durch die Hitze als im Straßenverkehr. Das ist gerade auch für die ältere Generation ein großes Gesundheitsrisiko. Die rot-pinke Stadtregierung versagt aber trotz extremer Temperaturen beim Hitzeschutz komplett“, so Pühringer und Kraus – und abschließend: „Die Hitzewelle war ein weiterer Beleg dafür, dass der Kampf gegen die Klimakrise an jedem einzelnen Tag des Jahres allerhöchste Priorität haben muss.“

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