FPÖ – Hafenecker: „Die ‚Hanger-Games‘ sind vorbei – Rücktritt des ÖVP-Fraktionsführers ist überfällig!“

Als Teil des schwarzen Pilnacek-Netzwerks ist Hanger kein neutraler Aufklärer, sondern ein Vertuscher – sein sofortiger Rücktritt ist alternativlos!

„Andreas Hanger spricht von Verschwörungstheorien und verschweigt dabei, was seit dem 22. September schwarz auf weiß vorliegt. Die WKStA hat in ihrem Auswertungsbericht zum Datenbestand von Christian Pilnacek festgehalten, dass Pilnacek intensiv mit Vertretern der ÖVP zusammengearbeitet hat. Seine Kontakte reichten demnach ‚in höchste Ebenen der Partei‘. Namentlich angeführt sind unter anderem der damalige Nationalratspräsident Sobotka, die damalige Ministerin Edtstadler, der damalige ÖVP-Generalsekretär und heutige Bundeskanzler Christian Stocker und der Abgeordnete Andreas Hanger. Wer selbst in diesem Bericht steht, sitzt im Untersuchungsausschuss nicht als neutraler Kontrolleur am Tisch“, stellte heute FPÖ-Generalsekretär und Fraktionsführer im Pilnacek-Untersuchungsausschuss NAbg. Christian Hafenecker, MA, fest.

„Hanger vermischt bewusst ein Buch mit dem Untersuchungsgegenstand. Dieser Ausschuss klärt politische Einflussnahme auf Ermittlungen, und dazu liefert die WKStA einen Befund, der für die ÖVP verheerend ist. Laut Bericht hat Pilnacek nachweislich Daten gelöscht, darunter auch zum Ibiza-Verfahren. Laut Bericht ist seine Mitarbeit an der Verteidigung von Gernot Blümel noch vor seiner Suspendierung ‚stark indiziert‘, also zu einer Zeit, als er noch Sektionschef im Justizministerium war. Und laut Bericht erfolgten seine Hilfestellungen ‚praktisch ausschließlich bei ÖVP-Vertretern oder ÖVP-nahen Personen‘. Das sind keine Theorien aus einem Buch, das sind die Feststellungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft.“

Hafenecker weiter: „Die WKStA beschreibt außerdem, dass Pilnacek gemeinsam mit einem Mitarbeiter des ÖVP-Parlamentsklubs noch 2022 an Vorschlägen für ‚Untersuchungskommissionen‘ gegen die WKStA gearbeitet und bei parlamentarischen Anfragen der ÖVP mitgewirkt hat. Die ÖVP hat sich also Hilfe von einem suspendierten Spitzenbeamten geholt, um genau jene Behörde unter Druck zu setzen, die gegen ihre eigenen Leute ermittelt hat. Herr Hanger soll erklären, welche Rolle er dabei gespielt hat, bevor er anderen Belehrungen über ‚sachliche Kontrolle‘ erteilt.“

Zur Forderung nach einer Entschuldigung hält Hafenecker fest: „Unsere Polizisten verdienen Respekt und volle Aufklärung. Sie verdienen aber keine ÖVP, die sie als Schutzschild gegen unbequeme Fragen benützt. Erklären muss sich die ÖVP, nicht die Aufklärer. Wir werden die Erkenntnisse der WKStA im Ausschuss Punkt für Punkt abarbeiten, auch wenn das für Herrn Hanger persönlich unangenehm wird.“

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